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Betrug
Libor: Anzeige gegen Schweizer Ex-UBS-Banker

 

Ein Schweizer Ex-Banker der UBS wurde wegen Betrugs und weiterer Delikte angezeigt. Er war einer der berüchtigten Libor-Banker.

Veröffentlicht am 11.08.2013

Der Name Roger Darin ging durch die Weltpresse. Der frühere UBS-Banker gilt als einer der Hauptverdächtigen im Libor-Skandal. Was bis jetzt aber nicht bekannt war: Darin ist ein Schweizer Banker. Er war vom Juni 2006 bis zum 14. August 2012 als Kader bei der UBS Zürich gelistet. Derzeit wohnt er im Kanton Zürich, zuvor im Kanton Schwyz.

Nun hat ihn eine Privatperson wegen Betrug, Urkundenfälschung und weiteren Delikten angezeigt. Die Anzeige liegt Sonntagsblick vor. Der Zürcher Staatsanwaltschaft Peter Pellegrini bestätigt deren Eingang. Betrug ist ein Offizialdelikt. Die Schweizer Justizbehörden müssten von sich aus aktiv werden, wenn sie Kenntnis von einem Verdachtsfall haben.

Dass die Libor-Trickser der UBS auch Schweizer Kunden geschädigt haben, daran besteht kein Zweifel. Die Finanzmarktaufsicht (Finma) zog im letzten Dezember von der UBS 59 Millionen Franken ein. Begründung: Dies sei die Höhe der ungerechtfertigten Gewinne der UBS in der Schweiz. Die Bank hat die Zahlung akzeptiert. Der Anzeigeerstatter erhebt schwere Vorwürfe gegen die Strafbehörden. Deren Untätigkeit grenze an «strafrechtliche Begünstigung beziehungsweise Amtsmissbrauch». Die UBS machte keine Angaben zur Frage, warum Darin die Bank verliess. Sie dürfte ihn aber zusammen mit weiteren Verdächtigen gefeuert haben. Ansonsten blieb Darin jedoch unbehelligt. Im letzten Dezember gründete er mit vier weiteren Personen die Investmentfirma FX Diversity in Freienbach SZ.

(chb)

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