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Libor-Skandal: Britische Finanzaufsicht räumt Fehler ein

FSA-Chef Adair Turner klagt über die Zockermentalität der Händler. (Bild: Bloomberg)

Versäumnisse in der Libor-Affäre: Die britischen Finanzaufseher gestehen ein, Hinweisen nicht schnell und konsequent genug nachgegangen zu sein.

Veröffentlicht am 05.03.2013

Die britische Finanzaufsicht FSA hat im Skandal um manipulierte Referenz-Zinssätze durch Grossbanken Fehler zugegeben. Die Aufseher veröffentlichten einen internen Untersuchungsbericht, in dem sie einräumten, Hinweisen auf Tricksereien aus heutiger Sicht nicht schnell und konsequent genug nachgegangen zu sein.

Das habe aber vor allem daran gelegen, dass die Informationen damals - es geht um die Jahre 2007 bis 2009 - nur bruchstückhaft vorhanden gewesen seien. Ein massives Versagen bei der Aufsicht gebe es nicht.

FSA-Chef Adair Turner hatte bereits in der vergangenen Woche vor einem Parlamentsausschuss erklärt, er sehe in der Zockermentalität der Händler den Grund für die jahrelange Manipulation von Interbanken-Zinssätzen wie den täglich in London ermittelten Libor.

Handelsraum von realer  Welt abgekoppelt

Das Verhalten im Handelsraum habe sich von der realen Welt abgekoppelt, so Turner. Von aussen sei es sehr schwer, solche Machenschaften aufzudecken.

Der Libor (London Interbank Offered Rate) soll anzeigen, zu welchen Sätzen sich Banken untereinander Geld leihen. Er fusst bislang auf freiwilligen Angaben der Institute und ist daher extern kaum nachzuprüfen, obwohl er die Grundlage für billionenschwere Finanztransaktionen rund um den Globus ist.

Insgesamt sollen mehr als ein Dutzend Grossbanken den Libor zu Zeiten der Finanzkrise gedrückt haben, um Handelsgewinne einzustreichen. Bislang wurden die Schweizer Grossbank UBS und die beiden britischen Geldhäuser Barclays und Royal Bank of Scotland deswegen zu hohen Geldbussen verdonnert.

(tno/sda)

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