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Justiz
Libor-Skandal: Drei weitere Barclays-Banker angeklagt

Canary Wharf in London: Ausblick mit Symbolcharakter.   Bloomberg

Nächstes Kapitel im internationalen Skandal um Zinsmanipulationen: Die Strafverfolgungsbehörde für schwere Betrugsfälle schreitet gegen ehemalige Mitarbeiter der britischen Grossbank zur Tat.

Veröffentlicht am 17.02.2014

Im Zuge des internationalen Skandals um Zinsmanipulationen haben die britischen Behörden Anklage gegen drei weitere Banker erhoben. Diesmal sind ehemalige Mitarbeiter der Grossbank Barclays betroffen. Die drei Banker sollen sich zwischen Juni 2005 und August 2007 zusammengetan haben, um den Interbanken-Referenzzins Libor zu ihren Gunsten zu manipulieren, teilte die britische Strafverfolgungsbehörde für schwere Betrugsfälle (SFO) mit.

Vergleichszahlung von 450 Millionen Dollar

Barclays wollte sich nicht dazu äussern. Das Geldhaus hatte im Juli 2012 im Zusammenhang mit der Manipulationsaffäre einer Vergleichszahlung von 450 Millionen Dollar zugestimmt. In den Skandal sind weltweit zahlreiche Grossbanken verwickelt.

So mussten auch die UBS, die Deutsche Bank, die Royal Bank of Scotland und die niederländische Rabobank hohe Summen zahlen. Zudem müssen sich mehrere Händler vor Gericht verantworten.

Volumen von mehreren Hundert Billionen Dollar

Der Libor – oder London Interbank Offered Rate – ist einer der wichtigsten Referenzsätze für Hypotheken und andere Kredite. Von ihm hängen weltweit Finanzgeschäfte im Volumen von mehreren Hundert Billionen Dollar ab. Der Zinssatz wird einmal am Tag ermittelt und beruht auf Angaben der Banken zu ihren Refinanzierungskosten.

(reuters/vst/sim)

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