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Libor-Skandal: Ex-UBS-Händler soll unter Festgenommenen sein

Londons Banken-Skyline: Bei drei Briten klickten heute die Handschellen. (Bild: Keystone)

Die britischen Behörden haben drei Personen festgenommen, die unter Verdacht stehen, den Referenzzinssatz Libor manipuliert zu haben. Darunter soll sich ein ehemaliger Händler der UBS befinden.

Veröffentlicht am 11.12.2012

In den Libor-Skandal könnte bald Bewegung kommen: In Grossbritannien hat die Ermittlungsbehörde für besonders schwere Betrugsfälle (Serious Fraud Office) drei Männer festgenommen. Diese stehen unter Verdacht, den Referenzinssatz Libor manipuliert zu haben.

Die drei britischen Staatsbürger werden derzeit wegen der Vorwürfe verhört, teilte die Behörde in London mit. Die Männer seien 33, 41 und 47 Jahre alt. Mehr wurde nicht mitgeteilt.

Einer von ihnen soll der ehemalige UBS- und Citigroup-Angstellte Thomas oder Tom Hayes sein, berichten «Financial Times» und «Wall Street Journal» unter Berufung auf Personen, die mit den Ermittlungen vertraute sind. Haye und sein Anwalt seien für eine Stellungsnahme nicht erreichbar gewesen, so die Zeitungen. 

Bei den anderen beiden Festgenommen handelt es sich laut «Financial Times» um Angestellte des Broker-Hauses RP Martin.

Libor-Ermittlungen sehr komplex

UBS und Citigroup wollten sich nicht zu den Festnahmen äussern. Bei der Credit Suisse hiess es, es sei kein Mitarbeiter der Bank betroffen.

Nachdem die britische Grossbank Barclays im Sommer eingeräumt hatte, den Libor zumindest teilweise manipuliert zu haben, ermitteln die Behörden weltweit gegen zahlreiche Banken. Darunter auch die Credit Suisse, UBS oder Deutsche Bank.

Die Ermittlungen sind jedoch sehr komplex. Eine Betrugsabsicht ist den Instituten wegen der intransparenten Methoden zur Festsetzung des Libors schwer nachzuweisen.

(vst/aho/tno/awp)

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