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Libor-Skandal: Freddie Mac verklagt UBS und CS

US-Immobilienfinanzierer: Nimmt auch die Schweizer Grossbanken ins Visier. (Bild: Keystone)

Die Libor-Manipulationen sind für die Grossbanken UBS und Credit Suisse wieder aktuell. Neben rund einem Dutzend anderer Banken sind auch sie verklagt worden.

Veröffentlicht am 20.03.2013

Der US-Immobilienfinanzierer Freddie Mac geht wegen der Manipulation des Referenz-Zinssatzes Libor juristisch gegen mehr als ein Dutzend Banken vor. Unter ihnen sind die Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse.

Ebenfalls verklagt wurden unter anderem die Bank of America und JPMorgan Chase, wie aus der bereits Mitte März eingereichten Klage hervorgeht. Die Banken hätten den Libor, der für unzählige Finanzgeschäfte eine wichtige Rolle spielt, zusammen künstlich niedrig gehalten, um selbst einen Vorteil daraus zu ziehen, so der Vorwurf.

Zuständig ist ein Gericht im US-Bundesstaat Virginia. Mit dem Vorgehen strebt Freddie Mac Schadenersatz an. Einen konkreten Betrag nannte das Unternehmen jedoch nicht. Die verklagten Banken waren zunächst nicht zu erreichen oder lehnten eine Stellungnahme ab.

In einem Schreiben an die Finanzaufsicht, das Reuters im Dezember einsehen konnte, werden die möglichen Libor-Verluste von Freddie Mac und dem ebenfalls verstaatlichten Schwester-Institut Fannie Mae auf mehr als 3 Milliarden Dollar beziffert. In Europa hat UBS bereits eine Strafe von 1,5 Milliarden Dollar akzeptiert, um Vorwürfe in ähnlichen Fällen auszuräumen. Bei der Royal Bank of Scotland waren es mehr als 600 Millionen Dollar.

(tke/aho/awp)

 

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