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Libor-Skandal: UBS-Chefhändler muss gehen

Der Libor-Skandal hat für einen UBS-Mitarbeiter Konsequenzen. (Bild: Keystone)

Ein Chefhändler hat die UBS verlassen. Er war früher bei Barclays angestellt und in den Libor-Skandal verwickelt.

Veröffentlicht am 14.08.2012

Ein UBS-Chefhändler hat die Schweizer Bank im Zuge des Libor-Skandals verlassen. Der Banker hat zuletzt für UBS in Stamford im US-Bundesstaat Connecticut gearbeitet, berichtet «Der Standard» unter Berufung auf Reuters und die österreichische Nachrichtenagentur APA.

Der Swap-Händler war vor seiner UBS-Zeit für die britische Barclays-Bank von 2006 bis 2009 in New York tätig gewesen.

Barclays musste an die Bankaufsichtsbehörden in den USA und Grossbritannien sowie an das US-Justizministerium 290 Millionen Pfund (rund 345 Millionen Euro) zahlen, weil Händler der Bank in den Jahren 2005 bis 2009 den Libor-Satz manipuliert hatten. Der Satz gibt an, zu welchen Konditionen sich Banken gegenseitig Geld leihen.

Die Barclays-Händler hatten mit Falschmeldungen den Satz, der auch als Referenz für viele internationale Geldgeschäfte herangezogen wird, künstlich nach unten gedrückt. An dem Schwindel sollen auch mehrere andere Banken aus Europa, Asien und den USA beteiligt gewesen sein, darunter die Deutsche Bank, UBS und Credit Suisse.

(chb/muv)

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