Mit dem richtigen Licht lassen sich zahlreiche Stimmungen kreieren und besondere Effekte schaffen. Dazu gibt es heute eine Vielzahl von modernen, energieeffizienten Produkten: Angefangen bei Energiespar- und Halogenlampen über Leuchtstofflampen bis hin zu vereinzelt bereits eingesetzten LED-Lampen mit Standardsockeln. Doch die richtige Lampe will am richtigen Ort eingesetzt werden, soll sie zum Wohlfühlfaktor in der Wohnung werden. Energiesparlampen sind dank kontinuierlichen technischen Verbesserungen mittlerweile der traditionellen Glühlampe ebenbürtig – sowohl in der warmweissen Lichtfarbe als auch in Bezug auf die Farbwiedergabe-Eigenschaften. Die Stromersparnis von 80% und die rund 8-fache Lebensdauer sprechen jedoch klar für die Anschaffung von Energiesparlampen.

Neben den Niedervolt-Halogenlampen bieten ab diesem Herbst neuartige Hochvolt-Halogenlampen in gewohnter Standardlampenform neue Beleuchtungsmöglichkeiten: Im Vergleich zu Standardlampen sparen sie 30 bis 50% Energie – dies bei einer doppelten Lebensdauer. Darüber hinaus lassen sie sich dank dem weitverbreiteten E27-Sockel in viele bestehende Leuchten einschrauben.

Akzentbeleuchtung

Bereits im Einsatz ist eine ganz andere Lichttechnologie: LED. Schon erhältlich sind u.a. dekorative Lichtleisten, die selbst dort passen, wo wenig Platz für die Beleuchtung zur Verfügung steht. Es gibt rein weisse Lichtleisten oder Multicolor-Produkte, die neben sieben verschiedenen Farben (rot, grün, blau, gelb, türkis, violett und weiss) auch eine Farbwechselfunktion bieten. Dank extrem geringem Energieverbrauch kann diese Art von Produkten problemlos über mehrere Stunden eingeschaltet bleiben. Sie eignen sich hervorragend als indirekte Beleuchtung in dunklen Ecken, als raffinierte Hintergrundbeleuchtung oder als Möbelleuchte. Eine andere Möglichkeit der Akzentbeleuchtung bietet ab diesem Herbst die LED-Leuchte «Philips LivingColors» – Ecken und Wandteile lassen sich damit in eine Wunschfarbe tauchen.

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Wichtig für eine harmonische Wirkung im Wohnraum ist vor allem der richtige gestalterische Umgang mit Licht:

Weiss ist nach wie vor die beliebteste Wandfarbe. Farbige Wände erfreuen sich jedoch steigender Beliebtheit. Dunklere Wände absorbieren jedoch viel mehr Licht als hellere Wände. Dies muss bei der Wahl der Wattleistungen der Lampen berücksichtigt werden.

Deckenstrahler sorgen in der guten Stube zwar für eine gewisse Grundhelligkeit, aber nicht für Behaglichkeit. Besser: Mit mehreren Lichtquellen wirkt der Raum viel gemütlicher und die Stimmung kann beliebig variiert werden. Eine Lichtsäule oder Stehleuchte sorgt für dekoratives Stimmungslicht beim angeregten Gespräch im Wohnzimmer.

Unsichtbare Lichtquellen verströmen eine ganz besondere Atmosphäre. Versteckt man die Beleuchtung hinter einer Verschalung, einer Bodenleiste oder einem Möbel, schafft man indirektes und flächiges Licht. Das Ergebnis: Das Licht gewinnt dadurch einen objekthaften Charakter und wird fast selbst zum Möbel.

Viel Spielraum bei der Lichtgestaltung bieten Niedervolt-Seil- systeme: Soll der Esstisch zum Beispiel nicht direkt unter dem Stromauslass stehen, kann man ihm per Seil den benötigten Strom zuführen. Der Trafo des Halogensystems wird dabei am Deckenauslass installiert und mit Kabeln am Metallseil über dem Tisch angeschlossen. Das Seil lässt sich sodann vielseitig bestücken – mit Pendelleuchten, Strahlern, Deckenflutern oder Akzentlicht.

Eine tiefhängende Leuchte über dem Esstisch wirkt einladend und bringt die Tischgäste näher zusammen. Verzichtet man gleichzeitig auf zusätzliches Licht und beleuchtet nur den Tisch, entsteht eine warme Lichtinsel im Wohnraum. Ideal sind über dem Tisch Pendel- und Hängeleuchten, die zirka 60 cm über der Tischfläche – knapp über Augenhöhe sitzender Personen – angebracht sind.

LED – die Zukunft des Lichts

LED respektive lichtemitierende Dioden sind kleinste elektronische Bauelemente, die für elektrischen Strom nur in eine Richtung durchlässig sind. Sie werden aus einem Halbleiterwerkstoff hergestellt und sind unterschiedlich beschichtet. LED wandeln Strom ohne Wärmeverlust direkt in Licht um. Im Hochleistungsbereich liegt die Leistungsaufnahme einer LED derzeit bei 1 bis 5 Watt pro LED. Da diese spezielle Technik zurzeit noch recht kostenintensiv ist, wird sie bisher eher im professionellen Beleuchtungsbereich angewendet.

Nichtsdestotrotz hält die Technologie auch in den privaten Haushalten Einzug: Im Heimbereich werden bereits LED mit einer Leistungsaufnahme im Bereich von 0,5 bis 2 Watt verwendet – damit sind sie ideal für dekorative Zwecke. Die Beleuchtungsstärke reicht derzeit noch nicht aus, um die herkömmlichen Lampentechnologien abzulösen. Dank intensiven Anstrengungen in der Lichtforschung wird es jedoch schon sehr bald so weit sein, dass LED die Leistungsfähigkeit der heutigen Lampen erreicht haben und breit eingesetzt werden können. Die ersten «PowerLED» mit 6 respektive 7 Watt, was einer Lichtstärke von 25 bis 40 Watt entspricht, kommen in Kürze auf den Markt.

Klare Vorteile

Die Vorteile der LED-Technologie liegen klar auf der Hand: Ein sehr niedriger Stromverbrauch, eine lange Lebensdauer von bis zu 20000 Stunden und mehr, eine sehr geringe Wärmeabgabe sowie die platzsparende Bauform, die vielfältigste Einsatzmöglichkeiten in allen Bereichen der Beleuchtung bietet, machen diese Technologie so interessant.