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Lieferdienst LeShop setzt Wachstumskurs fort

LeShop: Sechs neue Abholstellen wurden in Betrieb genommen. Keystone

Die Marke von 100 Millionen Franken Umsatz hat die Migros-Tochter LeShop im ersten Halbjahr 2016 zwar verpasst. Der Onlineanbieter schreibt aber ein Plus. Gut performten vor allem Spezialprodukte.

Veröffentlicht am 04.07.2016

Die Migros-Tochter LeShop ist auch im laufenden Jahr weiter gewachsen. Der Umsatz des gemäss eigenen Angaben grössten Online-Lebensmittelanbieters legte im ersten Halbjahr um 4,6 Prozent auf 93,6 Millionen Franken zu.

Präzisere Lieferzeiten, Gebietserweiterungen für die Tageslieferungen und der Ausbau des Abholstellennetzes hätten das Wachstum angekurbelt, teilte die Migros-Tochter am Montag in einem Communiqué mit. LeShop habe die Lieferzeiten in drei grossen Schweizer Städten weiter präzisiert.

Für Abendmenschen

In Genf und Lausanne können Kunden seit März zwischen vier kurzen Zeitfenstern ab 16.30 Uhr bis 21.00 Uhr wählen. Derselbe Service steht den Zürcher Kunden seit Oktober 2015 zur Verfügung. In über 40 weiteren Schweizer Städten gibt es zudem seit Oktober 2015 tagsüber kürzere Zeitfenster für die Lieferung.

Mit den zusätzlichen Zeitfenstern erreiche der Online-Supermarkt neue Kundensegmente, schrieb LeShop: Den Lieferservice am Abend nutzten Berufstätige, die abends spät nach Hause kommen oder Bewohner von Mehrfamilienhäusern, die ihre Einkäufe nicht deponieren lassen möchten. Der Tages-Lieferservice werde rege durch KMUs, Schulen und Krippen genutzt.

27 Prozent Plus bei Spezialprodukten

Zudem wurde das Abholstellennetz ausgebaut. Neu beliefere LeShop 17 Abholstellen, nachdem es vorher elf gewesen seien. Das Angebot werde ständig ausgebaut.

Überproportional seien die Verkäufe von Bio- und Alnatura-, Allergiker-, Diät- und Naturkosmetikprodukten gestiegen. Hier sei der Umsatz um 27 Prozent in die Höhe geschossen. Neun von zehn LeShop-Kunden hätten Bio- und/oder Alnatura-Artikel eingekauft.

Günstige Aussichten

Auch für die Zukunft zeigte sich LeShop optimistisch. Firmenchef Dominique Locher erwartet eine Beschleunigung der Entwicklung: Zurzeit würden in der Schweiz rund 1,8 Prozent der Lebensmittel online gekauft. Nur ein einziger Prozentpunkt mehr entspreche einem Umsatzwachstum von 470 Millionen Franken.

(sda/jfr/me)

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