Xing hat im dritten Quartal so viel Umsatz gemacht und Neukunden gewonnen wie in keinem anderen Quartal zuvor. Vor allem die neuen kostenpflichtigen Angebote für Berufstätige und Arbeitgeber trieben das Geschäft des Karrierenetzwerks an.  Auch der Aktie gaben die Rekordzahlen Schwung und hievten sie mit einem Plus von 4,4 Prozent an die Spitze des Technologieindex TecDax.

Der Umsatz erhöhte sich im dritten Quartal um 20 Prozent auf 26 Millionen Euro, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. «Wir haben ausserdem mehr neue Mitglieder gewonnen als in irgendeinem anderen Quartal seit dem Börsengang im Jahre 2006», erklärte Unternehmenschef Thomas Vollmoeller. In den Kernländern Deutschland, Österreich und der Schweiz zählte Xing allein 282’000 neue Mitglieder, insgesamt sind es nun 7,7 Millionen.

Linkedin bedrängt Xing

Der Überschuss wuchs trotz der Belastungen durch eine Firmenübernahme auf 4,7 Millionen Euro von 2,7 Millionen Euro. Xing hatte im vergangenen Jahr das Arbeitgeber-Bewertungsportals Kununu übernommen. Operativ verbesserte sich der Gewinn (Ebitda) auf 9,1 von 6,2 Millionen Euro. Im Gesamtjahr peilt Xing ein Ebitda von 28 bis 29 Millionen Euro an.

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Das Karriere-Netzwerk Xing wird arg bedrängt von seinem US-Rivalen Linkedin. Der US-Rivale knackte Anfang Mai die Marke von fünf Millionen Mitgliedern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Damit kamen binnen knapp acht Monaten eine Million Nutzer hinzu. Weltweit ist Linkedin ohnehin ungleich grösser als Xing: Das US-Netzwerk kam zuletzt auf über 300 Millionen Mitglieder

(awp/sda/ise/ama)