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Literatur-Nobelpreisträger macht Verlag glücklich

Literatur-Nobelpreisträger macht Verlage glücklich
Buchhandlung in Japan: Nobelpreisträger Kazuo Ishiguro hat japanische Wurzeln. Keystone

Der japanische Verleger des neuen Literatur-Nobelpreisträgers Kazuo Ishiguro will acht Romane des Autors neu auflegen. Seit Donnerstag reissen sich die Leute um die Bücher des gebürtigen Japaners.

Wegen der erhöhten Nachfrage nach Werken des frischgebackenen Literatur-Nobelpreisträgers Kazuo Ishiguro hat dessen japanischer Verleger am Freitag angekündigt, acht Romane des Autors in japanischer Übersetzung neu aufzulegen.

Seitdem bekannt wurde, dass Ishiguro am 10. Dezember der Literatur-Nobelpreis in Stockholm verliehen wird, seien «unzählige Bestellungen» seiner japanischen Ausgaben bei Ishiguros Verleger Hayakawa eingegangen, sagte eine Verlagssprecherin der Nachrichtenagentur AFP.

Nachdrucke von acht Werken

«Wir haben uns dazu entschieden, noch einmal acht Werke zu drucken, die wir bereits auf Japanisch herausgebracht haben», sagte die Sprecherin. Darunter sei auch Ishiguros bekanntester Roman «Was vom Tage übrig blieb».

Ishiguro, der in Nagasaki geboren wurde, zog im Alter von fünf Jahren mit seiner Familie nach Grossbritannien und wuchs dort auf. Erst 30 Jahre später kehrte er erstmalig in sein Geburtsland zurück.

Eigener Favorit

In Japan hatte es grosse Hoffnungen gegeben, dass dieses Jahr endlich dem namhaftesten Schriftsteller des Landes, Haruki Murakami, der Nobelpreis zuerkannt wird. Nach Bekanntwerden von Ishiguros Ehrung wird den japanischen Wurzeln des Briten nun neue Beachtung geschenkt. Sowohl Ishiguros Debüt-Roman von 1982 «Damals in Nagasaki» als auch dessen Nachfolger «Der Maler der fliessenden Welt» spielen im Nagasaki der Nachkriegszeit.

(sda/jfr)

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