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Devestition
LLB entschlackt weiter

LLB in Vaduz: Das Treuhandgeschäft geht an den bisherigen Geschäftsführer. (Bild: Keystone)

Bis Ende Jahr stellt die Liechtensteinische Landesbank das Geschäft der Schweizer Tochter ein – gegen diese ermittelt die US-Justiz. Nun schrumpft die Bank weiter und verkauft das Treuhandgeschäft.

Veröffentlicht am 18.10.2013

Die Liechtensteinische Landesbank setzt ihren Schrumpfungsprozess fort. Sie verkauft die Jura Trust und damit ihr Treuhandgeschäft an den Vorsitzenden der Geschäftsleitung von Jura Trust. Der Verkauf soll bis Ende 2013 erfolgen, wie die LLB mitteilte.

Mit dem Verkauf von Jura Trust, den die LLB bereits im vergangenen März angekündigt hatte, werde die Fokussierung auf das Kerngeschäft weiter vorangetrieben, schreibt die LLB.

Einstellung der Schweizer Tochter bis Ende Jahr

Bis Ende Jahr stellt die Liechtensteinischen Landesbank auch das Bankgeschäft ihrer Schweizer Tochter LLB (Schweiz) ein. Die Tochter gehört zu jenen 14 Schweizer Instituten, gegen die im Rahmen des Steuerstreits mit den USA eine US-Strafuntersuchung eingeleitet wurde.

Zu dieser Gruppe gehören laut dem Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) unter anderem auch die Credit Suisse, Julius Bär sowie die Basler und die Zürcher Kantonalbank. Auf den Instituten lastet der Vorwurf, unversteuerte Vermögen von US-Kunden angenommen zu haben.

In diesem Zusammenhang hat die LLB Rückstellungen von 47 Millionen Franken vorgenommen. Für den liechtensteinischen Teil des Instituts konnte sie sich mit den US-Behörden bereits einigen, wie die Bank Ende Juli bekanntgab.

Die Liechtensteinische Landesbank ist nach verwaltetem Vermögen die zweitgrösste Bank Liechtensteins hinter der LGT, die im Besitz der Fürstenfamilie ist.

(sda/vst/chb)

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