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LLB mit mehr Gewinn und mehr Neugeld

Das Logo der LLB
Das Logo der LLB-Bank in Vadzu: Die Bank legte 2017 zu. Quelle: Keystone .

Die Liechtensteinische Landesbank (LLB) hat den Gewinn zum vierten Mal gesteigert. Der VR schlägt eine weitere Erhöhung der Dividende vor.

Veröffentlicht am 08.03.2018

Die Liechtensteinische Landesbank (LLB) hat den Konzerngewinn zum vierten Mal in Folge gesteigert, um 7,1 Prozent auf 111,3 Millionen Franken. Profitieren sollen auch die Aktionäre: Der Verwaltungsrat schlägt eine weitere Erhöhung der Dividende vor.

Nicht nur der Gewinn wuchs, sondern auch der Geschäftsertrag. Wie die zweitgrösste Liechtensteiner Bank am Donnerstag mitteilte, kletterte dieser um 7,5 Prozent auf 399,4 Millionen Franken. Zulegen konnte die Bank beim Erfolg aus dem Dienstleistung- und Kommissionsgeschäft (+6,2 Prozent) sowie dem Handelsgeschäft (+48,5 Prozent) und auch im Kundenhandel (+46,7 Prozent).

Zurück gingen der Erfolg aus Finanzanlagen (-25,2 Prozent) und der Erfolg aus dem Zinsengeschäft (-4,3 Prozent). Der Zinserfolg im Kundengeschäft blieb stabil.

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Prozent auf 267 Millionen Franken. Aufgrund eines «strategischen Personalausbaus» auf 867 Vollzeitstellen wuchs der Personalaufwand, während der Sachaufwand zurückging.

Trendwende beim Neugeld

Als erreichten Meilenstein bezeichnet die Bank das auf 62,3 Milliarden Franken gewachsene Geschäftsvolumen (+4,3 Milliarden Franken). Von einer Trendwende spricht sie angesichts des Netto-Neugeld-Zuflusses von 470 Millionen Franken, dem höchsten seit 2011. Letztes Jahr musste das Geldhaus noch einen Abfluss von 65 Millionen Franken hinnehmen.

Die LLB verfügt eigenen Angaben zufolge über ein Eigenkapital von 1,9 Milliarden Franken. Die Rendite auf dem Eigenkapital, das den Aktionären zusteht, erhöhte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 6,1 Prozent.

Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung vom 9. Mai eine zum dritten Mal in Folge höhere Dividende vor. Die Erhöhung um 17,6 Prozent auf 2 Franken pro Aktie entspricht einer Dividendenrendite von 4,0 Prozent. Die Ausschüttungsquote liegt bei 52 Prozent.

Das Land Liechtenstein als grösster Aktionär erhält von der LLB-Gruppe für 2017 durch die beantragte Dividendenausschüttung, direkte Steuern und die Abgeltung der Staatsgarantie einen Beitrag von 46,4 Millionen Franken (+20,8 Prozent).

Übernahmen in Österreich und der Schweiz

Als «Quantensprung in der Umsetzung der Strategie StepUp2020» nennt die LLB Akquisitionen in der Schweiz und in Österreich. Übernommen werden die Semper Constantia Privatbank in Wien und die LB (Swiss) Investment in Zürich. Mit der Übernahme der Wiener Bank werde das Ziel, das Geschäftsvolumen der LLB-Gruppe auf über 70 Milliarden Franken zu steigern, bereits im Jahr 2018 übertroffen, hiess es.

Aufgrund der Amtszeitbeschränkung auf neun Jahre steht im Verwaltungsrat ein grösserer Wechsel an. Ausscheiden müssen Markus Büchel, Markus Foser und Roland Oehri. Als neue Mitglieder schlägt der Verwaltungsrat der Generalversammlung Thomas Russenberger und Richard Senti für eine Amtszeit von drei Jahren zur Wahl vor.

(sda/tdr)

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