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LLB profitiert von höherem Neugeldzufluss

Trotz soliden Halbjahreszahlen bleibt die LLB beim Ausblick vorsichtig. (Bild: Keystone)

Die Liechtensteinische Landesbank hat im ersten Halbjahr 2012 deutlich mehr verdient. Kundenvermögen und Neugeldzuflüsse erhöhten sich gegenüber der Vorjahresperiode.

Veröffentlicht am 30.08.2012

Die Liechtensteinische Landesbank (LLB-Gruppe) hat im ersten Semester 2012 wie bereits Anfang August mitgeteilt mehr verdient als im Vorjahr. Das Ergebnis war beeinflusst durch Sondereffekte. Dem Institut flossen erneut neue Kundengelder zu und die Kundenvermögen erhöhten sich.

Angaben, ob Rückstellungen für allfällige finanzielle Leistungen zur Lösung des US-Steuerstreits gebildet wurden, gab es erneut keine. Die LLB-Gruppe weise trotz der anhaltenden wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten im ersten Halbjahr 2012 eine solide operative Leistung aus, heisst es in einer Medienmitteilung. Die Umsetzung des Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramms schreite plangemäss voran.

Rückgang im Dienstleistungsgeschäft

Die LLB verzeichnete gegenüber dem Vorjahr wie bereits gemeldet einen Anstieg des Geschäftsertrags um 13,9 Prozent auf rund 233,8 Millionen Franken. Dabei legte der Erfolg des Zinsengeschäfts um 7,0 Prozent auf 98,5 Millionen Franken zu. Rückläufig war dagegen aufgrund des zurückhaltenden Anlageverhaltens der Kunden der Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft, der um 4,1 Prozent auf 103,1 Mio abnahm. Der Handelserfolg belief sich auf 5,1 Millionen Franken.

Das Finanzergebnis, welches bei der LLB-Gruppe direkt über die Erfolgsrechnung verbucht wird, belief sich auf 22,1 Millionen Franken nach einem Minus von 6,3 Millionen Franken im Vorjahr.

Der Geschäftsaufwand sank derweil um 2,0 Prozent auf rund 164 Millionen Franken. Dabei nahm der Personalaufwand um knapp 20 Prozent auf 75,0 Millionen Franken ab.

Im Personalaufwand enthalten sind Rückstellungen von 1,6 Mio für die Restrukturierungsmassnahmen in Zusammenhang mit dem laufenden Kostensenkungsprogramm sowie ein Einmaleffekt aufgrund der Umstellung der Personalvorsorgestiftung vom Leistungsprimat auf das Beitragsprimat. Der Barwert der Vorsorgeverpflichtung verminderte sich um 19,8 Millionen Franken.

Konzerngewinn fast verdoppelt

Der Sachaufwand lag mit 42,5 Millionen Franken auf Vorjahresniveau (-0,3 Prozent). Die Cost/Income-Ratio belief sich auf 57,8 Prozent nach 75,3 Prozent im Vorjahr. Mittelfristig strebt die Bank einen Wert von 55-60 Prozent an. Unter dem Strich resultierte ein Konzerngewinn von 61,6 Millionen Franken gegenüber 34,3 Millionen Franken in der Vorjahresperiode.

Die betreuten Kundenvermögen nahmen marktbedingt um 0,6 Milliarden Franken bzw. 1,2 Prozent auf 48,7 Milliarden Franken zu, der Netto-Neugeld-Zufluss betrug rund 2 Millionen Franken. Die Kundenausleihungen wuchsen gegenüber Ende 2011 um 3,2 Prozent auf 10,7 Milliarden Franken.

Zu den Aussichten zeigt sich das Management vorsichtig. «Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben angespannt und somit wird das Tiefzinsumfeld noch einige Zeit anhalten. Die Veränderungen im grenzüberschreitenden Private Banking werden uns weiter fordern», sagte CEO Roland Matt in der Medienmitteilung.

Schrittweise werde das definierte Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramm im Ergebnis sichtbar werden. «Ich erwarte, dass sich in der Folge die Wirtschaftlichkeit und Konkurrenzfähigkeit der LLB-Gruppe laufend verbessert», so Matt weiter.

(aho/awp)

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