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Grossbritannien
Lloyds mit höchstem Gewinn seit zehn Jahren

Lloyds: Machte 2016 über 5 Milliarden Franken Gewinn vor Steuern. Keystone

Nach der Finankrise musste der Steuerzahler 20 Milliarden Pfund für die Rettung der Grossbank Lloyds zahlen. Das zahlt sich jetzt aus.

Veröffentlicht am 22.02.2017

Die britische Grossbank Lloyds hat 2016 den höchsten Gewinn seit einem Jahrzehnt eingefahren. Damit erholt sich der führende Hypothekenanbieter auf der Insel langsam von den Nachwehen der weltweiten Finanzkrise, was dem Staat als Aktionär in den nächsten Monaten den endgültigen Rückzug ermöglichen sollte.

Vor Steuern wurden im vergangenen Jahr 4,2 Milliarden Pfund (rund fünf Milliarden Franken) verdient, wie das Geldhaus am Mittwoch mitteilte. 2015 waren es lediglich 1,64 Milliarden Pfund. Es wurden inzwischen deutlich weniger Gelder benötigt, um Kunden für Verfehlungen in der Vergangenheit zu entschädigen.

Staatliche Milliarden-Krücken

Die britische Regierung hatte Lloyds in der Finanzkrise 2008 mit gut 20 Milliarden Pfund gestützt. Mittlerweile liegen weniger als fünf Prozent der Aktien beim Staat. Experten erwarten, dass bis zum Frühjahr komplett abgebaut wird.

Lloyds ist wie keine andere britische Bank von der wirtschaftlichen Entwicklung auf der Insel abhängig. Das Management betonte, die Konjunktur sei nach dem Brexit-Votum Mitte 2016 viel robuster gewesen als am Finanzmarkt erwartet.

(reuters/ise)

 

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