Bei der Berner Warenhaus-Gruppe Loeb haben im Geschäftsjahr 2012 aufgrund der Expansionsstrategie und der Einführung der neuen Loebkarte die Betriebsaufwendungen zugenommen. Daher sank das Betriebsergebnis auf Stufe Ebit um 37 Prozent auf 3,7 Millionen Franken, wie das Unternehmen mitteilt.

Die provisorischen und ungeprüften Kennzahlen zum Nettoerlös (+0,2 Prozent auf 99,4 Millionen Franken) und zum Gruppenergebnis hatte Loeb bereits Anfang Februar bekannt gegeben. Die Zahlen wurden mit der heutigen Mitteilung bestätigt; der Gewinn wurde auf 8,5 Millionen (+98 Prozent) präzisiert. Anfang April hiess es «rund 8 Millionen». Einen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013 gibt das Loeb-Management nicht bekannt. Es heisst nur vage es «werden weitere Expansionsvorhaben realisiert».

Das Geschäftsfeld Detailhandel (Warenhäuser und Stores) habe sich insbesondere im zweiten Semester 2012 erfreulich entwickelt. Die vorsichtige Expansionspolitik sei mit der Eröffnung von drei Monolabel-Stores in Bern und Freiburg fortgesetzt worden, wie es heisst. Das Musikgeschäft war allerdings von einer stark rückläufigen Umsatzentwicklung im Verkauf von Musikalien und Tonträger/CD geprägt gewesen.

Die Sparte Immobilien sei mit dem Erwerb einer weiteren Geschäftsliegenschaft an der Schauplatzgasse 22 verstärkt und die Mieteinnahmen entsprechend gesteigert worden, so Loeb. Über konkrete Zahlen schweigt sich das Unternehmen in der Mitteilung aber aus.

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Dividende von 4 Franken

Wie es bereits im Februar hiess, war der Gewinn massgeblich von Sonderfaktoren beeinflusst. So ergab sich ein ausserordentlicher Ertrag aus der Teilliquidation einer patronalen Stiftung der Loeb AG, welche nach Abzug des Steuereffekts zu einer Zuweisung an die Arbeitgeberbeitragsreserve von 6 Millionen Franken geführt hat, hiess es damals.

Demgegenüber stehen ausserordentliche Abschreibungen und Wertberichtigungen in der Höhe von 1 Millionen als Folge der Neupositionierung der Krompholz AG. Der Netto-Einfluss dieser beiden Sonderfaktoren beläuft sich auf +5 Millionen.

Die Dividende soll wie im Vorjahr bei 4 Franken je Partizipationsschein liegen, wie das Unternehmen ebenfalls bereits bekannt gab.

(tno/aho/awp)