Die Berner Warenhaus-Gruppe Loeb hat im Geschäftsjahr 2012 den Reingewinn nach Steuern auf rund 8 Millionen Franken knapp verdoppelt. Das Ergebnis, welches noch auf provisorischen und ungeprüften Daten beruht, sei vornehmlich von Sonderfaktoren geprägt, teilte das Unternehmen mit. Ohne diese wäre der Gewinn im Vergleich zu 2011, als Loeb 4,3 Millionen Franken verdiente, gesunken.

Einen ausserordentlichen Ertrag verbuchen konnte Loeb durch die Teilliquidation einer patronalen Stiftung, die nach Abzug der Steuern 6 Millionen Franken in die Arbeitgeberbeitragsreserve bei der Pensionskasse spülte, wie es in einem Communiqué hiess.

Demgegenüber stehen ausserordentliche Abschreibungen und Wertberichtigungen in der Höhe von 1 Million Franken als Folge der Neupositionierung der Krompholz AG. Der Netto-Einfluss dieser beiden Sonderfaktoren beläuft sich auf plus 5 Millionen Franken. Der Verwaltungsrat habe sich darüberhinaus entschieden, die Beteiligung der Loeb Holding an Krompholz im Wert von 1,5 Millionen Franken vollständig abzuschreiben.

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Zusammen mit dem voraussichtlichen ordentlichen Gewinn nach Steuern von rund 3 Millionen Franken ergibt sich so der erwartete Gruppengewinn von rund 8 Millionen Franken. Der Umsatz stieg derweil im Geschäftsjahr 2012 minim auf 99,4 Millionen Franken.

Weko-Untersuchung gegen Steinway & Sons und Händler

Die Dividende soll wie im Vorjahr bei 4 Franken je Partizipationsschein liegen.

Wie Loeb weiter mitteilte, hat die Wettbewerbskommission (Weko) im November 2012 wegen Verdachts auf unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen eine Untersuchung gegen den Flügel- und Klavierhersteller Steinway & Sons und deren Schweizer Händler eröffnet und publiziert. Von der Untersuchung betroffen ist auch die im Instrumentengeschäft tätige Tochter Krompholz. Loeb sichert in der heutigen Mitteilung der Wettbewerbsbehörde die «volle Unterstützung» zu, Auskünfte dazu würden indes nicht erteilt.

Der vollständige Jahresabschluss wird am 26. März 2013 veröffentlicht.

(tno/aho/awp/sda)