Freude herrscht bei Divisionär Werner Bläuenstein. Letzte Woche konnte der Chef Logistikbasis der Armee (LBA) in Berlin den European Award for Logistics Excellence 2007 entgegennehmen. Dieser wurde der LBA für das Modell zugesprochen, mit dem im Rahmen des Stationierungskonzepts der Armee die Standorte der Logistik- und der Infrastruktur-Center errechnet wurden. Die LBA wurde für dieses innovative Verfahren bereits im vergangenen November mit dem Swiss Logistics Award 2006 ausgezeichnet. Nach Angaben von Bläuenstein war das auch die Grundlage für die Teilnahme auf europäischer Ebene.

Versorgung sicherstellen

Die European Logistics Association mit Sitz in Brüssel vergibt
seit 13 Jahren jährlich den European Award for Logistics Excellence. Anlässlich der «Eurolog 2007» in Berlin wurde kürzlich dieser Preis der LBA übergeben. Sie hat ihr Modell eingereicht, das
für die Errechnung der stationä-ren Logistikstandorte angewendet wurde.
Werner Bläuenstein: «Mit diesem Operations-Research-Modell wurden anhand der wesentlichen verfügbaren aktuellen und künftigen Dienstleistungs-, Material- und Personendaten jene Standorte errechnet, die strategisch richtig sind, um die logistische Versorgung der Schweizer Armee sicher zustellen.» In mehreren Schritten wurden dabei die optimalen Standorte nach geografischer Lage und Anzahl mit den vorhandenen Infrastrukturen sowie den militärstrategischen Vorgaben abgeglichen. Ergebnis dieses iterativen Prozesses sind fünf Logistik-Center und sechs Infrastruktur-Center und deren Aussenstellen. In den Jahren 2004 und 2005 arbeitete ein kleines Team der LBA an diesem Modell. Im Rahmen des Standortkonzepts der Armee wurden die logistischen Standorte schliesslich breit politisch diskutiert und entschieden. Seit Mitte 2005 werden diese Standortentscheide umgesetzt. Die Logistik- und Infrastruktur-Center sind seit 1. Januar 2006 operativ.

Logistikkette automatisiert

Nach und nach werden die ehemaligen 30 Zeughäuser und Armeemotorfahrzeugparks mit rund 600 Aussenstandorten auf die 11 Center mit rund 100 Aussenstandorten reduziert. Parallel dazu wird die gesamte Logistikkette (Supply Chain) automatisiert. Ein entsprechendes Projekt ist mit dem Aufbau der notwendigen Informatik-Plattform befasst. Sie wird ab 2010 eingeführt.
Professor Peer Witten, Vorsitzender der Jury des European Award for Logistics Excellence, überreichte LBA-Chef Bläuenstein den Siegeraward. Den zweiten Platz belegte Nike Belgien, und als Drittplatzierter wurde Bosch/Siemens Deutschland ausgezeichnet.

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