Der Computerzubehörhersteller Logitech hat eine offiziellen Mahnung erhalten von der New Yorker Technologiebörse Nasdaq. Sie weist das Waadtländer Unternehmen darauf hin, dass es nicht in Übereinstimmung mit den Regeln handle, wie Logitech mitteilte.

Diese sehen vor, dass sich die gelisteten Unternehmen an die termingerechte Veröffentlichung von Berichten zuhanden der US-Börsenaufsicht (SEC) zu halten haben. Das Schreiben an Logitech war eine Folge der Ankündigung vom 21. Mai, wonach das Unternehmen seine definitiven Ergebnisses für das vergangene Geschäftsjahr 2013/14 über das geforderte Datum vom 30. Mai hinaus verschieben werde.

Ergebnisse «so schnell wie möglich» nachliefern

Die Nasdaq-Mahnung habe keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Kotierung oder den Handel von Logitechs Aktienkapital auf dem Nasdaq-Markt, heisst es in der Mitteilung. Gemäss den Börsen-Regeln habe das Unternehmen 60 Tage Zeit, um einen Plan einzureichen, der aufzeigt, wie es den Bestimmungen nachkommen will.

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Wird dieser akzeptiert, kann Logitech bis zu 180 Tage Aufschub erhalten. Das Unternehmen plant, die Ergebnisse «so schnell wie möglich» nachzuliefern, sobald eine Untersuchung «gewisser Buchhaltungsangelegenheiten» abgeschlossen sei.

Kooperation mit der SEC

Dabei geht es unter anderem um Rückstellungen für Garantieleistungen und Goodwill-Abschreibungen sowie gewisse Transaktionen mit einem Händler in den Geschäftsjahren 2007 bis 2009. Logitech kooperiere diesbezüglich mit der SEC. Man habe jüngst ein Abkommen mit der SEC getroffen, um die Untersuchungen zu vertiefen, wobei man nicht voraussagen könne, was dabei heraus komme.

(sda/dbe)