Das Weihnachtsquartal beschert den Logitech-Aktionären regelmässig schöne Kursgewinne. «Die Aktie profitiert normalerweise vom starken Weihnachtsgeschäft», sagt Steven Frey, Analyst bei Sal. Oppenheim. Die seit August eingeführten Produkte sowie die vermehrten «Impulskäufe» vor Weihnachten sorgen dafür, dass Logitech im 3. Quartal 2007/08 jeweils rund 40% des Jahresgewinns erzielt.

Doch zunächst muss der Waadtländer Hersteller von Computerzubehör zeigen, dass der Einbruch bei den Verkäufen von Webcams im abgelaufenen Quartal gestoppt werden konnte. «Die Investoren wollen eine Verbesserung des negativen Trends sehen», so Frey, «sonst könnte das Vertrauen in die Aktie schwinden.»
Seit 2000 hat Logitech den Umsatz jährlich rund 15% gesteigert. Für das Resultat zum 2. Quartal 2007/08, das am 18. Oktober vorgelegt wird, rechnen Analysten «nur» mit einer Umsatzsteigerung von 11%. Dabei dürfte die erwartete Umsatzschwäche bei den Webcams zum Teil durch steigende Verkaufszahlen von anderen Produkten aufgefangen werden.

Und dann das «Januarloch»

Das Weihnachtsgeschäft wirkt nicht so lange nach, wenn sich die Investoren davon zu viel erhofft haben. «In den letzten zwei Jahren konnten die im Januar publizierten definitiven Zahlen die Markterwartungen nicht rundum erfüllen, was die Aktie wieder unter Druck gebracht hat», so Frey.
Mit einem geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 22,3 für 2008 ist Logitech bereits recht teuer bewertet. Zudem sind die Erwartungen der Anleger hoch, weshalb das Rückschlagsrisiko bereits bei kleineren Enttäuschungen gross ist.

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