Der Elektrokonzern Siemens rechnet erst im Geschäftsjahr 2013/2014 mit spürbaren Verbesserungen. Im Vergleich zum seit Oktober laufenden Geschäftsjahr 2012/2013 werde sich der Gewinn aus fortgeführten Geschäften dann stark verbessern, hiess es in einem Bericht des Konzerns an die US-Börsenaufsicht SEC. Der Umsatz dürfte moderat zulegen, wenn sich die Lage in den Märkten des Unternehmens wie erwartet aufhelle.

Für das aktuelle Geschäftsjahr 2012/2013 (Ende September) rechnet Siemens mit einem Gewinn aus fortgeführten Geschäften zwischen 4,5 und 5,0 Milliarden Euro. Darin enthalten sind Kosten von einer Milliarde Euro für das Sparprogramm. Das Gewinnziel ist wegen Änderungen in der Rechnungslegung nicht mit den 5,2 Milliarden Euro aus dem vergangenen Jahr vergleichbar.

Umsatz nähert sich Vorjahr an

Mit diesem Effekt hätte es stattdessen rund 4,9 Milliarden Euro betragen. Bei den Bestellungen kalkuliert der Vorstand mit einem Plus zwischen 3 und 5 Prozent. Der Umsatz soll sich dem Niveau des vergangenen Jahres «annähern», als er 78,3 Milliarden Euro erreichte.

Das für 2013/2014 angepeilte Umsatzziel von mehr als 40 Milliarden Euro für das Geschäft mit umweltfreundlichen Technologien, wie Windkraftanlagen oder umweltfreundlichen Zügen ist für Siemens unterdessen immer schwerer zu erreichen.

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Anfang November hatte Siemens-Chef Peter Löscher ein sechs Milliarden Euro schweres Sparprogramm für den Konzern angekündigt, das bis 2014 läuft. Dann soll die Ergebnismarge der Sektoren mindestens zwölf Prozent erreichen. Dazu zieht der Vorstand die Zügel überall im Konzern an und schraubt mit Zu- und Verkäufen am Portfolio.

Firmenchef verdient weniger

Wie aus dem Bericht ebenfalls hervorgeht, hat Löscher im Geschäftsjahr 2012 deutlich weniger verdient als im Vorjahr. Die Gesamtvergütung von 7,87 Millionen Euro lag um rund 870'000 Euro unter den 8,74 Millionen Euro des Vorjahres.

Wie aus dem am Mittwochabend veröffentlichten Bericht an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, erhielt Löscher ein Jahresgrundgehalt von 2 Millionen Euro. Der Rest waren an Zielen orientierte Sonderzahlungen, die in bar sowie in Aktien ausbezahlt wurden. Löscher gehört zu den Spitzenverdienern unter den Topmanagern der deutschen Wirtschaft.

(vst/aho/awp)