Die Basler Architekten Herzog & de Meuron bauen den künftigen Hauptsitz der Genfer Privatbank Lombard Odier. Der neue Sitz in der Gemeinde Bellevue mit einer Fläche von 27'400 Quadratmetern bietet Raum für 2600 Arbeitsplätze und soll 2021 eröffnet werden.

Die Bauarbeiten sollen Anfang 2019 beginnen. Das Projekt der Schweizer Architekten setzte sich in einem internationalen Wettbewerb mit acht schweizerischen und ausländischen Architekturbüros durch. Ausschlaggebend seien die «Zeitlosigkeit» des Entwurfs und seine Einbettung in die Umgebung gewesen, so Patrick Odier, Senior Managing Director der Bank. «Dieses luftdurchflutete Gebäude wird einen grossen Eindruck hinterlassen, egal ob man es von der Erde, vom See aus oder aus der Luft betrachtet.»

Weder ein Vorne noch ein Hinten

Gebaut werden soll der Hauptsitz nun von Herzog & de Meuron gemeinsam mit der Genfer Firma Favre & Guth. Pierre de Meuron erklärte, dass jeder Fassade gleich viel Gewicht beigemessen werde, denn das Gebäude sollte weder ein Vorne noch ein Hinten haben. «Das Selbstverständnis einer Bank kann sich heute nicht mehr in einem steinernen Bunker spiegeln», so de Meuron. Form und Erscheinung des Projekts entsprängen nicht einer ästhetischen Präferenz. Ziel sei es vielmehr, die Wahrnehmung der umgebenden Natur für alle Nutzer des neuen Sitzes zu maximieren.

Das Architekturbüro Herzog & de Meuron verantwortet weltweit Projekte wie die Roche-Türme in Basel, den Anbau zur Tate Gallery of Modern Art in London oder das Olympiastadion in Peking. Darunter sind Glanzstücke wie die Allianz Arena in München, aber auch Skandalbauten wie die Hamburger Elbphilharmonie zu finden. 2001 gewannen sie den renommierten Pritzker Preis, die weltweit höchste Auszeichnung für Architekten.

(mit Material von sda)

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Wo Herzog & de Meuron in der Welt präsent sind

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Wo Herzog & de Meuron in der Welt präsent sind: 2001 gewannen die Architekten den renommierten Pritzker-Preis – er gilt als Nobelpreis für Architektur. Den grossen internationalen Durchbruch schafften die Basler mit der Erweiterung der Tate Gallery in London. Das Museum wurde im Jahr 2000 in einem alten Ölkraftwerk, der Bankside Power Station eröffnet. Auch der Anbau, das 2016 vollendete Switch House, ist vom Schweizer Duo.