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Reaktion
Lombard Odier gibt Kunden Negativzinsen weiter

Lombard Odier in Genf: Das Institut schiebt Negativzinsen an Kunden ab. Keystone

Erstmals gibt eine Bank die Negativzinsen Privatkunden weiter. Die Genfer Privatbank Lombard Odier belastet Kunden mit Gelder von über 100'000 Franken.

Veröffentlicht am 21.01.2015

Die Genfer Privatbank Lombard Odier führt für einige ihrer Kunden Negativzinsen ein. Die Bankengruppe reagiert damit auf die ab Donnerstag geltende Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank, Einlagen von Finanzinstituten bei ihr mit einem Negativzins zu belegen. Die Massnahme tritt auch bei Lombard Odier am Donnerstag in Kraft und betrifft Gelder über 100'000 Franken.

«Es gibt Kunden, die lieber einen Negativzins bezahlen mit der Sicherheit, dass ihre Aktiva in voller Sicherheit bei der SNB deponiert sind, als ein Gegenparteien- oder Wechselkursrisiko einzugehen», sagte ein Sprecher von Lombard Odier am Mittwoch gegenüber der AWP zu Berichten in der Westschweizer Presse. Verwaltungsmandate mit den Profilen «konservativ», «ausgewogen» oder «Wachstum» seien dagegen nicht betroffen.

Die Grossbank Credit Suisse hatte bereits Anfang Woche die Einführung von Negativzinsen angekündigt, wobei lediglich Grosskunden betroffen seien - etwa Konzerne oder Pensionskassen. Auch die Migros Bank erklärte, über Negativzinsen «nachzudenken».

(awp/dbe/ama)

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