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Geldwäscherei
Lombard Odier in Korruptionsaffäre verwickelt

Der Hauptsitz der Privatbank Lombard Odier und Cie. in Genf.   Keystone

Die Privatbank gerät nach Medienberichten in den Strudel eines Skandals um die argentinische Präsidentenfamilie. Gelder in Millionenhöhe sollen dabei nach Genf geflossen sein.

Veröffentlicht am 16.04.2013

Es geht um Geldwäscherei im grossen Stil und im Zentrum des Skandals steht offenbar die argentinische Präsidentenfamilie, wie argentinische Medien gemäss dem Finanzblog Inside Paradeplatz berichtet. Die Affäre enthält grossen politischem Sprengstoff.

Die Genfer Privatbank Lombard Odier soll von hohen Geld-Überweisungen von Lázaro Báez profitiert haben, einem bekannten Bau- und Öl-Unternehmers und ehemaligen Mitarbeiter der Banco de Santa Cruz. In argentinischen Medien ist dabei unter anderem die Rede von 1,5 Millionen Dollar, die auf ein Konto der Genfer Traditionsbank geflossen sind.

Ins Blickfeld der Öffentlichkeit

Die Privatbank - bis anhin von Skandalen um Offshore-Gelder weitgehend verschont geblieben - rückt dadurch erstmals ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Laut Inside Paradeplatz könnte auch der vor kurzem gefasste Entschluss, die Bank von einer von den Besitzern vollumfänglich haftenden Kommandit- in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln, gesehen werden.

Der Bericht in der grössten argentinischen Zeitung Clarin spricht von einem riesigem System von Korruption und Geldwäscherei der Präsidentenfamilie.

Als Strohmann fungiert

Der verstorbene Präsident Néstor Kirchner soll ein «unglaubliche Struktur» mit Korruptionsgeldern unterhalten haben, das wie eine geölte Maschine funktioniert habe. Unternehmer Báez habe dabei als Strohmann des Ex-Präsidenten fungiert. Dieser habe gemäss clarin.com dem Land 55 Millionen Euro entzogen.

(rcv/chb)

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