1. Home
  2. Unternehmen
  3. London knöpft sich ehemaligen UBS-Chef vor

London knöpft sich ehemaligen UBS-Chef vor

Ex-Konzernchef Marcel Rohner muss am Donnerstag vor der PCBS aussagen. (Bild: Keystone)

Ex-UBS-CEO Marcel Rohner muss nebst anderen aktuellen und ehemaligen UBS-Kaderleuten vor einem britischen Parlamentsausschuss aussagen. Dabei geht es um die Rolle der Schweizer Grossbank im Libor-Skan

Veröffentlicht am 08.01.2013

Ein britischer Parlamentsausschuss knöpft sich die Grossbank UBS vor. Am Mittwoch und Donnerstag sollen mehrere aktuelle und ehemalige UBS-Topmanager der für Bankenregulierung zuständigen Kommission (Parliamentary Commission on Banking Standards, PCBS) Auskunft erteilen.

Die PCBS hat laut ihrer im Internet aufgeschalteten Agenda unter anderen den Investmentbank-Chef der UBS, Andrea Orcel, Risiko-Chef Philip Lofts und den für die Umsetzung von Regeln (Compliance) zuständigen Andrew Williams aufgeboten.

Am Donnerstag sollen mehrere Ex-Kader der UBS, darunter Ex-Konzernchef Marcel Rohner und die früheren Investment-Bank-Chefs Huw Jenkins und Jerker Johansson, angehört werden. Aufgeboten sind dann aber auch leitende Mitarbeiter der Londoner Finanzaufsichtsbehörde FSA, darunter Ex-Chef Hector Sants.

Die PCBS ist von beiden Parlamentskammern damit beauftragt worden, die jüngsten Bankenskandale aufzuarbeiten und gesetzgeberische Massnahmen zu empfehlen. Eine UBS-Sprecherin bestätigte die geplante Anhörungen, wollte aber inhaltlich keinen weiteren Kommentar abgeben.

Die Kommission wird geleitet vom Konservativen Andrew Tyrie. Dieser hatte nach Bekanntgabe der Milliardenbusse gegen die UBS wegen deren Rolle in der Libor-Affäre von «unfassbarer Marktmanipulation und Korruption» gesprochen. Die Machenschaften mit dem weltweiten Referenzzinssatz seien ein klares Zeichen dafür, dass in der Bankenregulierung noch grosse Schritte nötig seien.

(rcv/sda)

Anzeige