HANDOUT - Das offizielle Bundeshausfoto 2018 HANDOUT - Das offizielle Bundeshausfoto 2018

So digital sind die Bundesräte

Von Stefan Barmettler und Bastian Heiniger
am 25.10.2018
Quelle: www.STEMUTZ.com

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Die Schweiz will in der digitalen Welt eine führende Rolle spielen. Ist die Regierung bereit? Der ­«Digital-Check» gibt Aufschluss.

Walter Turnherr, Bundeskanzler

Dem studierten Mathematiker wird das umfassendste Technologieverständnis im Bundesratszimmer nachgesagt. Zudem kennt er die Tücken der Bundesverwaltung aus dem Effeff, zumal er früher Generalsekretär im EDA, im EFD und im Uvek war. Als Bundeskanzler leitet er heute die Generalsekretärenkonferenz mit den Vertreterinnen und Vertretern aller sieben Departemente. 

Zwar ist ein Wille zur engeren Zusammenarbeit auch in Digitalthemen gegeben, doch schon bald stösst man in der Praxis an Grenzen. Schnell stehen dann Fragen zur Finanzierung und zur Verantwortung im Vordergrund, zumal der Bund noch heute in sieben Silos – unabhängigen Departementen – organisiert ist. 

Portrait of Walter Thurnherr, Federal Chancelor of Switzerland

Walter Turnherr: Der Bundeskanzler ist der digitalste Mann unter der Bundeshauskuppel.

Quelle: © KEYSTONE / GAETAN BALLY

Nicht kleiner ist Thurnherrs Aufgabe beim grössten IT-Projekt in der Bundesverwaltung. Geplant ist nämlich eine einheitliche Geschäftsverwaltungsplattform für die gesamte Bundesverwaltung. Heute ist es noch so, dass die rund 35 000 Arbeitsplätze mit Programmen ausgerüstet sind, die oft gar nicht kompatibel sind.

Das gigantische IT-Programm heisst Genova, dessen standardisierte Produkte bis 2020 in der gesamten zentralen Bundesverwaltung eingeführt werden sollen. Dabei geht es um verwaltungseinheitsübergreifende Prozesse, die effizient und transparent über Departementsgrenzen abgewickelt werden sollen. Thurnherr weiss aber auch, dass den Ansprüchen der Digitalisierung nicht mit einer nationalen Regulierung beizukommen ist.

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Berufliche Affinität: 5

Persönliche Affinität: 6