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Lonza baut mit Sanofi Werk in Visp - 200 neue Jobs

Lonza: Neues Joint Venture mit Sanofi. Keystone

Lonza geht eine strategische Partnerschaft mit dem französischen Konzern Sanofi ein. Zusammen investieren die beiden Unternehmen 290 Millionen Franken in eine neue Fabrik. Das bringt Arbeitsplätze.

Veröffentlicht am 27.02.2017

Der Chemie- und Pharmahersteller Lonza und der französische Pharmakonzern Sanofi bauen in Visp gemeinsam eine Fabrik für Biopharmazeutika. Die beiden Partner investieren dafür insgesamt 290 Millionen Franken.

Die Investitionssumme für die Grossanlage für Säugetierzellkulturen zur Herstellung von monoklonalen Antikörpern werde von den beiden Unternehmen zu gleichen Teilen getragen, teilte Lonza am Montag mit. Für die Errichtung und den Betrieb der Fabrik gehen die beiden Unternehmen eine strategische Partnerschaft in Form eines Joint Venture ein.

Vollständige Inbetriebnahme 2020

Die Partnerschaft verbinde die starke Pipeline für die Entwicklung von Biologika von Sanofi mit dem Know-how von Lonza, heisst es im Communiqué. Lonza werde die Anlage bauen und das Joint Venture im Betrieb der Anlage unterstützen.

Die erste Bauphase der Anlage soll demnach im Jahr 2017 beginnen. Die vollständige Inbetriebnahme ist für 2020 geplant. Lonza hat bereits drei ähnliche Anlagen in den USA und Singapur errichtet und lizensiert.

Durch die geplante gemeinsame Fabrik sollen in Visp 200 neue Arbeitsplätze entstehen. Das ist eine gute Nachricht für das Oberwallis. Denn noch im Juli 2015 hatte Lonza angekündigt, in Visp über die kommenden drei Jahre hinweg insgesamt 90 Stellen abbauen zu wollen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu erhöhen. Zurzeit beschäftigt Lonza in Visp rund 2700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

So sehen die beiden Firmen Vorteile

Die Partnerschaft verschafft Sanofi und Lonza nach eigenen Angaben Flexibilität: Sanofi werde bei Bedarf zusätzlichen Zugang zur Bioproduktionskapazität haben, um die wachsende Nachfrage nach ihren Biologikaprodukten bedienen zu können.

Lonza wiederum stehe es frei, ihren Teil der Kapazität, sofern er von Sanofi nicht benötigt wird, sowie gegebenenfalls ungenutzte Kapazitäten von Sanofi zu vermarkten, heisst es in der Medienmitteilung.

(sda/tno/jfr)

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