Der Pharmazulieferer Lonza baut seine Produktion für den US-Pharmakonzern Alexion aus. Beide Unternehmen haben einen langfristigen Liefervertrag unterzeichnet. Dafür zieht Lonza im Werk in Portsmouth nahe Boston eine grossangelegte Produktionslinie hoch.

Zu den geplanten Investitionen in Portsmouth wollte sich Lonza auf Anfrage nicht äussern. Die Experten der Zürcher Kantonalbank (ZKB) veranschlagen diese jedenfalls auf rund 80 Millionen Franken. Die Börse ist jedenfalls zufrieden: Die Lonza-Aktie steht kurz nach 13.00 Uhr fast zwei Prozent im Plus.

Ende 2017 in Betrieb

Die neue Anlage werde Ende 2017 in Betrieb gehen und die Produktversorgung von Alexion für zehn Jahre sicherstellen, teilte Lonza am Donnerstag mit. Durch die Vereinbarung werde die bestehende Produktion für Alexion in mehreren Lonza-Werken erweitert.

Zwischen Lonza und Alexion besteht schon seit vielen Jahren eine Produktionsvereinbarung für das Medikament Eculizumab, das als Soliris vermarktet wird. Es ist eines der teuersten Medikamente der Welt (Behandlungskosten in der Schweiz: knapp 500'000 Franken) und spülte den Amerikanern 2014 einen Umsatz von 2,2 Millarden Dollar in die Kassen, das waren 44 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

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Ein zugelassenes Produkt

Alexion mit Sitz im US-Bundesstaat Connecticut ist auf Medikamente zur Behandlung von seltenen und sehr seltenen Krankheiten spezialisiert. Soliris ist das bis heute einzige zugelassene Produkt von Alexion, und zwar zur Behandlung von seltenen Blutkrankheiten.

(sda/ise/ama)