1. Home
  2. Lonza kündigt Schritte gegen Frankenstärke an

Ansage
Lonza kündigt Schritte gegen Frankenstärke an

Der Basler Lifescience-Konzern will mit «punktuellen Massnahmen» gegen den erstarkten Franken vorgehen. Laut Lonza-Chef Richard Ridinger soll es aber keine Kürzung bei den Löhnen geben.

Veröffentlicht am 24.03.2015

Der Lifescience-Konzern Lonza will gemäss seinem Konzernchef Richard Ridinger im zweiten Quartal «punktuelle Massnahmen» beschliessen, um den Folgen der Frankenstärke zu begegnen. Er könne aber jetzt schon sagen, dass Lonza keine Lohnkürzungen vornehmen werde. «Wir wägen hier zwischen finanziellen Aspekten und der Motivation der Mitarbeiter ab», sagte Ridinger in einem online publizierten Interview mit der «Finanz und Wirtschaft» (FuW).

Insgesamt sei er zuversichtlich, dass Lonza auch dank einer besonnenen Reaktion «intelligente Lösungen zur Bewältigung des starken Franken» finden werde, so Ridinger. Eine stärkere Expansion von Lonza im Ausland statt in der Schweiz lehnte er ab. In der Schweiz bekomme Lonza derzeit noch die benötigten Mitarbeiter. «Ausserdem schätze ich die hohe Loyalität unserer Angestellten.» Allerdings müsse sich auch Visp «weiterentwickeln».

Verschuldung abgebaut

Die angestrebte Verbesserung der Kapitalrendite bis 2016 auf 13 Prozent will Ridinger unter anderem mit mehr Kundennähe und Skaleneffekten erreichen. Ansetzen werde man vor allem dort, wo für den Kunden massgeschneiderte Produkte gefertigt würden: «Hier ist die Kapitalintensität am höchsten.»

Lonza habe zudem die Verschuldung in den letzten Jahren stetig abgebaut, sagte Ridinger weiter. «Das gibt uns wieder mehr Flexibilität, um auch Möglichkeiten durch Übernahmen zu prüfen.»

(awp/dbe)

Anzeige