Der Lifesciencekonzern Lonza hat im Geschäftsjahr 2012 den Umsatz primär dank der Akquisition von Arch Chemicals um 46 Prozent auf 3,93 Milliarden Franken gesteigert. Die Gewinnzahlenkonnten konnten allerdings nicht mit dem Umsatz Schritt halten: Das Betriebsergebnis auf Stufe Ebitda stieg um 19Prozent auf 640 Millionen bei einer entsprechenden Marge von 16,3 Prozent (VJ 19,9 Prozent).

Der Ebit stieg um 28 Prozent auf 335 Millionen, wobei die Marge auf 8,5 Prozent von 9,7 Prozent zurückging. Vor Akquisitionen legte der Ebit um 15 Prozent zu. Der Reingewinn avancierte derweil um 18Prozent auf 182 Millionen Franken. Die Rechnung 2012 wurde von verschiedenen Integrations- und Restrukturierungskosten belastet, wie Lonza mitteilte. Für 2013 erwartet das Management ein weiteres Wachstum von Ebit und Umsatz.

Lonza habe auch auf vergleichbarer Basis bei stabiler Marktnachfrage ein solides Umsatzwachstum erzielt, heisst es weiter. Dank der breiten Technologieplattform habe man in allen Bereichen neue Kunden gewonnen, was zu einer zufriedenstellenden Kapazitätsauslastung an allen Standorten geführt habe. Dabei seien im Programm «Focus and Deliver» Fortschritte im Portfoliomanagement, im Projekt Visp Challenge sowie in der Integration der Arch-Übernahme erzielt worden.

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Prognosen übertroffen

Lonza hat mit den Kennzahlen die Prognosen der Analysten beim Umsatz übertroffen und bei den Ergebnissen in etwa getroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 3,87 Milliarden, für den Ebit bei 334 Millionen und den Reingewinn bei 186 Millionen Franken.

Der Verwaltungsrat schlägt die Auszahlung einer zum Vorjahr unveränderten Dividende von 2,15 Franken je Aktie vor. Diese soll wie im Vorjahr aus den Reserven aus Kapitaleinlagen und somit befreit von der Schweizer Quellensteuer bezahlt werden.

Weiter gibt es im Verwaltungsrat des Unternehmens verschiedene Wechsel. Die langjährigen Mitglieder Richard Sykes und Gerhard Mayer werden sich an der kommenden Generalversammlung nicht mehr der Wiederwahl stellen und sollen durch Antonio Trius und Werner Bauer ersetzt werden.

2013 Wachstum erwartet

Für das laufende Geschäftsjahr 2013 erwartet das Management ein weiteres Wachstum von Umsatz und Ebit. Zudem wird das Ziel einer Ebitda -Marge von 20 Prozent im Jahr 2015 bestätigt, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Für 2012 wird die Ebitda -Marge mit 16,3 Prozent ausgewiesen, nach 19,9 Prozent im Vorjahr.

Alle Geschäfte sollen einen «signifikanten Freien Cash Flow» generieren, heisst es weiter. Dadurch sollen die Schulden wie geplant gesenkt werden. Die Investitionen für das Jahr 2013 werden auf etwa 300 Millionen Franken veranschlagt und schliessen Ausgaben für die Instandhaltung ein.

Damit sei der Grundstein für eine nachhaltige Verbesserung der Eigenkapitalrendite gelegt, heisst es weiter. Die Eigenkapitalrendite sei derzeit immer noch nicht zufriedenstellend. Deshalb werde Lonza auch im Jahr 2013 weiterhin vor «transformativen Herausforderungen" stehen, so die Mitteilung.

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Im Anschluss an das Programm zur Produktivitätsverbesserung in Visp überprüfe Lonza derzeit die weltweiten Produktionsstandorte. Dabei sollen in der gesamten Organisation bewährte Verfahren bestimmt und Möglichkeiten zur Produktivitätsverbesserung ausfindig gemacht werden. Zusätzlich werde man die administrative Infrastruktur optimieren. Geschäftsprozesse - insbesondere die Go-To-Market-Prozesse - würden jedoch im Vordergrund stehen. Infolgedessen werde die Organisationsstruktur des Unternehmens entsprechend angepasst, heisst es weiter.

(tke/aho/awp)