Der Industriekonzern Looser hat 2012 weniger verdient. Der Reingewinn tauchte von 27,7 Millionen auf 22,2 Millionen Franken. Grund für den Rückgang um einen Fünftel sind Verkäufe einer Liegenschaft und eines Geschäftsbereichs, die im Vorjahr das Ergebnis um 8 Millionen Franken nach oben gedrückt hatten.

Ohne Einmalerträge wäre der Reingewinn um über 12 Prozent gestiegen, teilte das Thurgauer Unternehmen am Mittwoch in einem Communiqué mit. Aus dem gleichen Grund sank der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) von 61,9 Millionen auf 58,2 Millionen Franken. Ohne die einmaligen Effekte wäre der Ebitda um 10 Prozent geklettert.

Den Umsatz konnte Looser - wie bereits im Januar bekannt gegeben - um 3,9 Prozent auf 472,9 Millionen Franken verbessern. Vom guten Ergebnis sollen die Aktionäre profitieren. Der Verwaltungsrat wolle die Dividende von 1,70 Franken auf 1,80 Franken je Namenaktie erhöhen, hiess es weiter.

Wachstum in meisten Sparten

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Im Segment Beschichtungen legte der Umsatz um 2,3 Prozent auf 192,9 Millionen Franken zu. Ohne die Verkaufseffekte legte der Ebitda der Sparte um ein Fünftel auf 17,5 Millionen Franken zu. Man habe die Verlangsamung in Asien durch neue Kunden und mehr Geschäft mit bisherigen Kunden in Europa kompensieren können, schreibt Looser.

Die Temperierungssparte wuchs markant um 18,3 Prozent auf 39,9 Millionen Franken Umsatz. Der operative Gewinn schoss gar um ein Drittel auf 3,8 Millionen Franken nach oben. Die Nachfrage aus dem Heimmarkt Deutschland und den Exportländern sei konstant hoch gewesen, hiess es.

Die Türendivision habe ihr bereits ausgezeichnetes Vorjahresergebnis nochmals übertroffen. Der Umsatz stieg um 5,1 Prozent auf 187,3 Millionen Franken. Der Betriebsgewinn um 14 Prozent auf 27,8 Millionen Franken. Das Klima für Renovationen und Neubauten in Deutschland sei günstig gewesen. Auch die Exporte seien gestiegen.

Federn lassen musste indes die Sparte Industriedienstleistungen, die mit 57,4 Millionen Franken um 2,5 Prozent an Umsatz verlor. Der Betriebsgewinn sank von 15,8 Millionen auf 14,3 Millionen Franken.

(tke/aho/sda)