1. Home
  2. Unternehmen
  3. L'Oreal arbeitet mit Facebook zusammen

Kosmetik
L'Oreal cremt Facebook ein

Influencer
Urban Decay: Style-Influencer beim Launch der L'Oreal-Marke in Berlin 2017.Quelle: Getty Images

Der französische Kosmetikriese tut sich mit Facebook zusammen. Rund 2 Milliarden Nutzer können die Produkte vor dem Kauf virtuell testen.

Veröffentlicht am 10.08.2018

Der französische Kosmetikhersteller L'Oreal tut sich unter seiner Marke Maybelline mit Facebook zusammen. Käufer sollen virtuell testen können, wie sie mit verschiedene Lippenstiften oder Lidschatten aussehen würden. L'Oreal will damit seinen Umsatz online und über soziale Netzwerke ankurbeln, wie die Nachrichtenagentur «Reuters» berichtet.

Kosmetikunternehmen wie L'Oreal-Wettbewerber Estee Lauder und Detailhändler wie Sephora, der zum Luxusgüterkonzern LVMH gehört, investieren stark in Technologien. Denn im Zeitalter von Selfies und Beauty-Bloggern verlagert sich die Branche zunehmend ins Internet.

Der grösste Kosmetikkonzern der Welt, an dem auch Nestlé mit rund 20 Prozent beteiligt ist – kaufte im März das auf Augmented Reality und Künstliche Intelligenz spezialisierte Unternehmen aus Kanada ModiFace.

Start mit der Marke NYX

L'Oreal verkündete, das in Toronto ansässige Unternehmen arbeite mit Facebook zusammen, um Augmented-Reality-Erfahrungen auf der Plattform für L'Oreal-Marken zu entwickeln. Als erstes wird die Marke NYX auf Facebook lanciert, danach sollen Urban Decay, Lancome und Yves Saint Laurent folgen.

Die Kunden werden irgendwann alles anprobieren können, von Grundtönen bis hin zu Augenbrauenformen und -farben, wie L'Oreal mitteilte. Die virtuellen Tests hätten dem Unternehmen geholfen, den Umsatz zu steigern. «Wir haben in unseren Online-Shops gesehen, dass die Möglichkeit virtueller Tests die Konversionsraten deutlich steigen", sagt L'Oreal-CDO Lubomira Rochet.

Social-Media-Netzwerke seien für L'Oreal der grösste Wachstumstreiber für Online-Verkäufe geworden, obwohl die Käufer auf die eigenen Websites der Marken oder von Drittanbietern umgeleitet würden, hiess es weiter.

Online-Umsatz steigt

Nach Unternehmensangaben betrug der E-Commerce-Umsatz im ersten Halbjahr dieses Jahres 9,5 Prozent des Gesamtumsatzes. Vor drei Jahren waren es noch 5 Prozent. Die virtuellen Tests sollen später auch auf Instagram, das auch Facebook gehört, ausgerollt werden. In China, wo Facebook blockiert ist, führt L'Oreal Gespräche mit anderen Partnern über ähnliche Geschäfte. Nähere Details dazu nannte das Unternehmen allerdings nicht.

In China vertreiben viele Luxusgüterkonzerne über WeChat, die Messaging- und Networking-Plattform des chinesischen Internetgiganten Tencent.

Facebook testet nach eigenen Angaben seit Juli Augmented Reality in der Werbung, und zwar mit Sephora und Modemarken wie Michael Kors.

(mlo)

Anzeige