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Luftfahrt: Iberia droht der Arbeitskampf

Die spanische Fluggesellschaft will die Kapazitäten drastisch senken. (Bild: Keystone)

Iberia will die Kapazitäten um 15 Prozent drosseln. Diese Massnahme wollen die Gewerkschaften jedoch nicht hinnehmen und sagen der spanischen Airline den Kampf an.

Veröffentlicht am 01.02.2013

Die angeschlagene spanische Fluggesellschaft Iberia wird ihr Angebot kräftig drosseln. Allein in diesem Jahr sollen die Kapazitäten um 15 Prozent gesenkt werden. Dies beschloss der Mutterkonzern IAG (International Airlines Group), zu dem auch British Airways gehört in Madrid.

Das Unternehmen bedauere, dass die Verhandlungen zwischen Iberia und den Gewerkschaften über einen Sanierungsplan gescheitert seien, hiess es in einer IAG-Mitteilung. Die Gewerkschaften kündigten für die zweite Februarhälfte Streiks an. «Wir sind entschlossen, die notwendigen Änderungen vorzunehmen, um das Überleben von Iberia zu sichern», betonte der IAG-Chef Willie Walsh. Iberia hatte in den ersten neun Monaten 2012 Verluste von 262 Millionen Euro verzeichnet. Im November 2012 legte die IAG einen Sanierungsplan mit harschen Einschnitten vor.

Danach soll Iberia in den kommenden Jahren 4500 Arbeitsplätze abbauen, fast ein Viertel der 20000 Stellen. Bei den übrigen Beschäftigten sollen die Gehälter um etwa 25 bis 35 Prozent gesenkt werden. Zugleich setzte IAG Iberia eine Frist bis zum 31. Januar für eine Einigung mit den Gewerkschaften.

Der Mutterkonzern liess offen, ob er diesen Sanierungsplan unverändert in die Tat umsetzen will. Er schloss «alternative Pläne» nicht aus, um Iberia aus den roten Zahlen herauszuführen. Die Gewerkschaften wollen die Beschäftigten des Boden- und des Kabinenpersonals in der zweiten Februarhälfte an wenigstens fünf Tagen zu Streiks aufrufen.

Iberia hatte den Gewerkschaften am Donnerstag wenige Stunden vor Ablauf der - von der IAG gesetzten - Frist einen abgeschwächten Sanierungsplan vorgelegt. Dieser sah einen Abbau von 3100 Stellen sowie Lohnsenkungen zwischen 11 und 23 Prozent vor. Die Gewerkschaften lehnten den Vorschlag ab. «Nun bleibt uns nur noch der Arbeitskampf», betonten sie.

(muv/awp)

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