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Lufthansa ändert Preismodell und verteuert Tickets

Wer kein Internet hat, zahlt weiterhin an den Lufthansa-Schaltern eine Extra-Gebühr. (Bild:Keystone)

Lufthansa erhebt ab dem 2. April keine Servicecharge mehr für Online-Buchungen. Ziel der Umstellung ist es, den Eigenvertrieb über Lufthansa.com zu stärken. Dagegen werden zugleich weltweit die Preise

Veröffentlicht am 23.03.2012

Wegen einer Umstellung im Preissystem werden Tickets der Lufthansa zum 2. April teilweise teurer. Die Fluggesellschaft verzichtet künftig bei Online-Buchungen auf die bislang erhobene Ticket-Servicegebühr, hebt aber gleichzeitig die Grundpreise an, wie die Mitarbeiterzeitung «Lufthanseat» am Freitag berichtete.

Für die Kunden bedeutet das höhere Endpreise auf der Langstrecke und gleichbleibende Tarife auf der Kurz- und Mittelstrecke, sofern über die Lufthansa direkt gebucht wird.

Mit dem neuen System wird auch ein Unterbieten der Lufthansa-Tarife durch Zwischenhändler im Internet schwieriger. Einige Portale hatten in der Vergangenheit auf die Servicegebühr verzichtet und so selbst die stark beworbenen Discountangebote von 99 Euro in Europa hin und zurück oder 49 Euro Oneway ab Berlin noch unterboten. Künftig sollten Lufthansa-Tickets nirgendwo mehr günstiger zu haben sein als im Online-Angebot der Gesellschaft selbst.

Wer kein Internet hat, muss aber weiterhin extra zahlen: An den Lufthansa-Schaltern oder bei einer Telefonbestellung wird nach wie vor eine unveränderte Service-Gebühr von 30 bis 45 Euro erhoben.

Die wegfallende Service-Gebühr hatte innerhalb Europas 10 Euro betragen. Um exakt die gleiche Summe steigt nun der Ticket-Grundpreis. Auf der Langstrecke werden in der Economy 20 Euro aufgeschlagen, in der Business-Klasse werden 60 Euro zusätzlich fällig. Dafür entfällt die bisherige Servicegebühr von 15 Euro.

(aho/vst/awp)

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