Die Lufthansa kappt wegen schwacher Geschäfte und Extrabelastungen ihre Gewinnziele. Der operative Gewinn werde in diesem Jahr nur noch eine Milliarde Euro erreichen, teilte die Muttergesellschaft der Swiss am Mittwoch mit. Bislang waren hier 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro erwartet worden.

Vor diesem Hintergrund halte die Konzernleitung auch das operative Ergebnisziel für 2015 für nicht mehr erreichbar. Bei stabilen Rahmenbedingungen strebt das Management bei Umsetzung zusätzlicher Massnahmen ein operatives Ergebnis von rund 2 Milliarden Euro an.

Schwache Umsatzentwicklung

Damit streicht der neue Lufthansa-Chef Carsten Spohr streicht die von seinem Vorgänger Christoph Franz ausgegebenen Gewinnziele deutlich zusammen. Als Gründe werden mehrere Streiks und eine überraschend schwache Umsatzentwicklung im Passagier- und Frachtgeschäft genannt.

Auch das für 2015 und damit für das Ende des Sanierungsprogramms «Score» ausgegebene Gewinnziel von 2,65 Milliarden Euro sei nicht mehr zu halten.

Die Lufthansa-Aktie stürzte nach den Nachrichten um mehr als 11 Prozent in die Tiefe. Die Gewinnwarnung habe den Markt auf dem falschen Fuss erwischt, nachdem die Stimmung für die Papiere der Fluggesellschaft zuletzt positiv gewesen, sagte ein Händler.

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(sda/me/sim)