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Lufthansa scheitert in Italien

(Bild: Keystone)

Sieg für Alitalia und deren Partner Air France-KLM: Nach nur drei Jahren stampft die Lufthansa ihre Tochter Italia wieder ein. Sie war ein Verlustgeschäft.

Veröffentlicht am 23.05.2011

Die Lufthansa strafft ihr Italien-Angebot und schliesst ihre erst vor drei Jahren gegründete Lufthansa Italia. Die von der Tochter genutzten neun Maschinen des Typs Airbus A319 sollen ab dem Winterflugplan 2011/12 anderswo im Konzern genutzt werden.

Angesichts des Preisverfalls im Kontinentalverkehr sei es ausserordentlich schwierig gewesen, im italienischen Markt ein europäisches Streckennetz unter separater Marke profitabel im Wettbewerb zu etablieren, gab Lufthansa-Chef Christoph Franz bekannt.

Unter dem Strich schrieb Lufthansa Italia Verluste. Finanzielle Einzelheiten nannte der Konzern allerdings nicht. Bis zum Ende des Sommerflugplans im Oktober soll die Marke "Lufthansa Italia" noch weitergeführt werden.

Die grösste deutsche Fluggesellschaft hatte die Lufthansa Italia 2008 aus der Taufe gehoben, um sich in dem Land für einen Machtkampf mit dem Platzhirschen Alitalia und deren Partner Air France-KLM zu rüsten. Unter anderem mit italienischen Binnenstrecken wollte Lufthansa die Konkurrenz angreifen.

Lufthansa kündigte an, dass nun das Angebot nach Italien, vor allem aus München und Frankfurt, zweistellig wachsen soll. Die auf Norditalien ausgerichtete Regionalfluglinie Air Dolomiti soll zudem mehr Flüge nach Deutschland anbieten. Derzeit fliegen Lufthansa und Air Dolomiti zusammen 19 Ziele in Italien an.

(tno/sda)

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