Weniger Flüge bei der Deutschen Lufthansa (Aktienkurs Lufthansa): «Wir nehmen einen Teil der zusätzlich vorgesehenen Kapazität aus der Planung, indem wir Frequenzen reduzieren, einzelne Verbindungen streichen, kleinere Flugzeuge einsetzen», sagte Lufthansa-Vorstand Carsten Spohr der «Süddeutschen Zeitung».

Spohr fügte mit Blick auf einen drohenden Konjunkturabschwung hinzu: «Man muss solche Entscheidungen früh treffen, anstatt mit leeren Flugzeugen in der Krise hinterher zu fliegen.»

Der Lufthansa-Vorstand sagte auch, dass es künftig erlaubt sein könnte, im Flugzeug SMS zu verschicken. «Möglicherweise werden wir den Versand und Empfang von SMS an Bord erlauben. Das könnten wir technisch ermöglichen, ohne damit gleichzeitig das Telefonieren zuzulassen», sagte Spohr der Zeitung. Telefonieren soll an Lufthansa-Maschinen weiterhin verboten sein.

Bereits an diesem Dienstag hatte sich die Lufthansa-Spitze von dem Ziel verabschiedet, den operativen Gewinn 2011 über die 876 Millionen Euro des Vorjahres hinaus zu steigern. Am Mittwoch dann verkündete der Konzern anlässlich einer Investorenkonferenz in Zürich, dass das Angebot der Fluggesellschaften unter der Marke Lufthansa im Winterflugplan 2011/2012 nur um 4 statt wie bisher geplant um 6 Prozent wachsen werde.

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Sparankündigen gab es auch bei Air Berlin: Konzernchef Hartmut Mehdorn kündigte am Mittwoch an, den Sparkurs bei der Fluggesellschaft zu verschärfen. Die Flotte soll stärker schrumpfen als bisher geplant, kündigte er an. Mit einem umfangreichen Programm will das Unternehmen wieder aus der Verlustzone heraus kommen.

(tno/rcv/awp)