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Lufthansa will mit Tochter Eurowings expandieren

Lufthansa will mit Tochter Eurowings expandieren
Airbus A320 von Eurowings: Lufthansa-Billigtochter mit grossen Plänen. Aleem Yousaf/CC/flickr

Die Billigfluglinie soll laut Carsten Spohr durch Übernahmen wachsen. Doch die Belegschaft der althergebrachten Lufthansa stellt sich weiter quer. Schon am Mittwoch könnte wieder gestreikt werden.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr will mit der umstrittenen neuen Billigfluglinie Eurowings künftig bei Übernahmen in der Branche mitmischen. Die Lufthansa-Tochter müsse bei der Konsolidierung unter den Airlines in Europa eine wichtige Rolle spielen, sagte Spohr am Montag.

Ein Zusammenrücken in der Branche sei unvermeidlich, da die Zahl der Fluglinien in Europa etwa im Vergleich zu Nordamerika sehr hoch sei, sagte er.

40 Prozent niedrigere Kosten

Eurowings soll nach Vorgaben der Lufthansa-Spitze zu etwa 40 Prozent niedrigeren Kosten fliegen als die Lufthansa selbst. Dazu geht zum Jahreswechsel der bisherige Konzern-Billigableger Germanwings in Eurowings auf. Die Flotte von Eurowings soll im nächsten Jahr etwa 90 Flieger zählen. Später könnten auch andere Lufthansa-Marken wie Air Dolomiti oder Brussels Airlines unter dem Namen Eurowings fliegen.

Knackpunkt ist aber die Belegschaft der althergebrachten Lufthansa: Piloten und Flugbegleitern ist die Expansion in den Günstigmarkt ein Dorn im Auge. Die Piloten haben bis März schon zwölf Mal die Arbeit niedergelegt, die Gewerkschaft des Kabinenpersonals droht ebenfalls mit Streik.

Streik ist auf der Kippe

Noch ist unklar, ob der auf Mittwoch angekündigte Streik stattfindet. Die Lufthansa und die Kabinengewerkschaft Ufo bestätigten am Montag intensive Sondierungsgespräche, um zu einer neuen Verhandlungsgrundlage zu kommen. Er stehe für Gespräche bis in die Nacht zur Verfügung, betonte Lufthansa-Chef Carsten Spohr. Die Verhandlungen führe aber weiterhin Personalvorstand Bettina Volkens.

Spohr stellte klar, dass bis zu der von Ufo gesetzten Frist am Dienstagmorgen um 9.00 Uhr eine Entscheidung fallen müsse. Im Falle eines Streiks müsse rechtzeitig vorher ein Sonderflugplan aufgestellt werden. Es handele sich daher auch für Lufthansa um eine harte Zeitgrenze.

(sda/awp/gku/mbü)

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