Die Lufthansa ist im ersten Halbjahr wegen hoher Sanierungskosten in die roten Zahlen geflogen. Nach dem verlustreichen Start ins Jahr stand nach sechs Monaten unter dem Strich immer noch ein Minus von 204 Millionen Euro, wie Europas grösste Fluggesellschaft in Frankfurt mitteilte. Operativ verbuchte die Fluggesellschaft einen Gewinn von 72 Millionen Euro – ein Minus von 69 Prozent.

Der Einbruch ist auf Sondereffekte im vorigen Jahr zurückzuführen, die der Kranich-Airline viel Geld in die Kasse gespült hatten. Dazu zählt unter anderem der Verkauf der britischen Tochter BMI.

Besser als von Analysten erwartet

«Bereinigt um die Umbaukosten und positive Sondereffekte aus dem Vorjahr hat sich das operative Ergebnis allerdings um 233 Millionen Euro verbessert», sagte Finanzchefin Simone Menne. Das Unternehmen schnitt dabei besser ab als von Analysten erwartet.

Der Umsatz lag in den ersten sechs Monaten nahezu unverändert bei 14,5 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr strebt der Vorstand des 117'000 Mitarbeiter starken Unternehmens weiterhin einen operativen Gewinn über dem Vorjahresniveau von 524 Millionen Euro an. 

(vst/aho/reuters)