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Ausstand
Lufthansa zieht gegen Piloten vor Gericht

Flieger der Lufthansa: Der Streik betrifft zunächst die Fernflüge. Keystone

Lufthansa verklagt wegen des Streiks seine Piloten auf Schadenersatz. Zudem kündete die Fluggesellschaft einen Stellenstop bei zwei Konzerntöchtern an.

Veröffentlicht am 08.09.2015

Die Lufthansa will die Pilotengewerkschaft Cockpit wegen eines Streiks im April 2014 auf Schadenersatz verklagen. Damals habe die Vereinigung Cockpit die Lufthansa-Frachttochter Cargo bestreikt, obwohl der Tarifvertrag noch gegolten habe, erklärte die Lufthansa. Der für die Lufthansa entstandene Schaden aus diesem Streik belaufe sich auf rund 60 Millionen Euro.

Die Fluggesellschaft kündigte zudem an, aktuell bei der Lufthansa Passage, bei Germanwings und bei Lufthansa Cargo keine Piloten mehr einzustellen. Der Konzern begründete dies mit «mangelnder Wettbewerbsfähigkeit».

Lufthansa verhandlungsbereit

«Wir hätten gerne endlich wieder Tarifverhandlungen mit der Vereinigung Cockpit aufgenommen, anstatt auf die erneute Eskalation reagieren zu müssen», sagte Personalvorstand Bettina Volkens. «Mit der von der VC in Aussicht gestellten Streikplanung bis zum Jahresende würde der finanzielle Schaden pro betroffenem Pilot 100'000 Euro übersteigen.»

Die Lufthansa-Piloten befinden sich seit dem Morgen erneut im Streik, es ist die 13. Arbeitsniederlegung in eineinhalb Jahren.

(reuters/mbü)

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