Facebooks Drohne «Aquila», die Internet-Verbindungen in entlegene Regionen bringen soll, hat ihren ersten Flug absolviert. Sie sei 96 Minuten in der Luft geblieben, teilte das weltgrösste Online-Netzwerk in einem Blogeintrag am Donnerstag mit. Die Drohne mit der Flügelspannweite einer Boeing 737 habe dabei auf der Reiseflughöhe 2000 Watt Strom verbraucht.

Die mit Solarenergie betriebenen Fluggeräte sollen monatelang in einer Höhe von bis zu 27 Kilometern kreisen und Signale für schnelle Internet-Verbindungen zur Erde schicken. Beim Jungfernflug sei die Drohne in niedriger Höhe getestet worden, hiess es. Im regulären Betrieb solle der Stromverbrauch bei 5000 Watt liegen.

Indien kritisch

Die solarbetriebene Drohne wiege weniger als ein Auto und könne monatelang in der Luft bleiben, das erklärte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg letzten Sommer bei der Präsentation der Drohne. Ausserdem habe Facebook ein extrem präzises Laser-System entwickelt, das Daten mit einer Geschwindigkeit von 10 Gigabit pro Sekunde übertragen könne.

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Das Projekt ist Teil von Facebooks Plan, Milliarden Menschen ohne Internet-Zugang schneller ins Netz zu holen. Die Initiative wird in einigen Ländern wie Indien abgelehnt, weil Vorteile für einzelne Online-Dienste – wie Facebook selbst – befürchtet werden.

Das Video zum Erstflug der «Aquila»:

Facebook (@facebook) 21. Juli 2016

(sda/jfr)