Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hat im Geschäftsjahr 2015 das Negativzinszumfeld zu spüren bekommen und leicht rückläufige Gewinnzahlen erwirtschaftet. Der Geschäftserfolg belief sich auf 204,2 Millionen Franken, was einem Rückgang um 3,8 Prozent entspricht. Unter dem Strich resultierte noch ein leicht tieferer Konzerngewinn von 180,1 Millionen Franken (-0,9 Prozent). Das Institut will seinen Aktionären erneut eine unveränderte Dividende von 11 Franken je Aktie zahlen, wie es mitteilte.

Insgesamt resultierte für die Bank ein Ertragsrückgang von 2,4 Prozent auf 429,0  Millionen Franken. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft als wichtigste Komponente verringerte sich um 5,3 Prozent auf 303,6  Millionen Franken, obwohl die Kantonalbank ihr Kreditvolumen weiter erhöhen konnte. Hauptgrund für das rückläufige Zinsergebnis seien die höheren Absicherungskosten wegen dem Negativzinsumfeld gewesen, schreibt die Bank.

Erfolg an den Devisenmärkten

Aber auch im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft verdiente die Bank mit 82,7  Millionen Franken (-1,7 Prozent) weniger als noch im Vorjahr. Dagegen konnte die LUKB von der höheren Volatilität an den Devisenmärkten seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die SNB profitieren und den Erfolg im Handelsgeschäft um 7,7 Prozent auf 22,5 Millionen Franken erhöhen.

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Der Geschäftsaufwand lag mit 206,6  Millionen Franken (+0,6 Prozent) dagegen leicht über dem Vorjahreswert. Grund war ein höherer Sachaufwand und eine leicht gestiegene Abgeltung der Staatgarantie - der Personalaufwand konnte dagegen auf dem Vorjahreswert gehalten werden. Die Cost-Income Ratio verschlechterte sich leicht auf 47,8 Prozent (VJ 45,5 Prozent).

LUKB rechnet mit Jahresgewinn ähnlich wie 2015

Mit den Resultaten hat die LUKB leicht unter den Erwartungen des ZKB-Aktienresearch abgeschnitten. Analyst Michael Kunz hatte die Bruttoerträge bei 434 Millionen Franken erwartet und den Reingewinn bei 181 Millionen Franken. Die Kundenausleihungen der Kantonalbank wuchsen im vergangenen Jahr um 5,1 Prozent auf 25,5 Milliarden Franken. Im Hypothekargeschäft war die Bank dabei schnell unterwegs, das Plus lag bei 5,2 Prozent.

Die gesamten von der Kantonalbank verwalteten Kundenvermögen beziffert die LUKB auf 26,8 Milliarden Franken (+2,5 Prozent). Dabei flossen der Bank neue Kundengelder in Höhe von 668 Millionen Franken zu.

Im laufenden Geschäftsjahr 2016 geht die Bank von einem Jahresgewinn aus, der «ungefähr auf dem Niveau von 2015 liegen wird». Zwar rechne man mit einer Fortsetzung der Erholung des Zinsengeschäfts und mit Volumenwachstum in allen Geschäftsfeldern. Gleichzeitig werde das grosse Projektportfolio der Bank die Kosten - zumindest temporär - ansteigen lassen. «Alles in allem rechnen wir damit, dass sich diese beiden Effekte weitgehend neutralisieren werden.»

(awp/cfr/gku)