Der Betriebsgewinn legte im Ende September abgeschlossenen Halbjahr gar um 41 Prozent zu und erreichte 1,08 Milliarden Euro, wie Richemont am Freitag bekannt gab. Unter dem Strich verdiente der Konzern 709 Millionen Euro und damit 10 Prozent mehr als noch im Vorjahr.

Die «Maisons» unter dem Richemont-Dach - darunter prestigeträchtige Namen wie die Schmucklabels Cartier und Van Cleef & Arpels, die Uhrenhersteller Vacheron Constantin und Jaeger-LeCoultre oder die britische Luxusmarke Dunhill - hätten gut abgeschnitten, schrieb Firmengründer und Konzernlenker Johann Rupert.

Luxus läuft

Die Konzernregion, die Asien und Pazifik zusammenfasst, erreichte fast eine Verdoppelung der Erträge auf 1,72 Milliarden Euro. Damit ist die Region zum wichtigsten Absatzmarkt des Unternehmens geworden. In Nord- und Südamerika erhöhen sich die Verkäufe um 23 Prozent auf 602 Millionen Euro zu, was die Bedeutung der Schwellenländer im Luxusgütermarkt unterstreicht.

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In Europa inklusive Russland und dem Mittleren Osten stieg der Umsatz um 20 Prozent auf 1,51 Milliarden Euro, auch dank der vielen Touristen auf dem alten Kontinent. In Japan vermochte der Umsatz trotz der Erschütterung des Landes durch todbringenden Tsunami und Atomkrise im März um 8 Prozent auf 380 Millionen Euro zuzulegen.

Starker Franken

Da viele der Richemont-Marken einen bedeutenden Teil der Produktion in Franken haben, ist die Stärke der Schweizer Währung für den Luxuskonzern ein Thema. Stärker aber noch dürften verschuldete Staaten und die Angst vor einer Rezession bei Richemont zu Sorgenfalten führen.

(vst/kgh/sda/awp)