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Luxusgüterkonzern klagt gegen Google

Neuer Ärger für Google: Der Luxusgüterkonzern Richemont geht juristisch gegen den Internetriesen vor. (Bild: Keystone)

Richemont macht Nägel mit Köpfen: Der Luxusgüterkonzern zerrt den Internetgiganten Google vor den Richter. Dabei geht es um gefälschte Webseiten und Internetwerbung.

Von Marc Badertscher
am 21.03.2012

Kopien seiner Uhren, Lederwaren und edlen Schreibstifte belasten den Genfer Konzern. In den USA reichte die Richemont-Tochter Montblanc deshalb am 8. Februar Klage gegen den Internetgiganten Google ein. Man habe keine andere Wahl gehabt, schreibt Montblanc in der Klageschrift.

Fälscher hatten auf der Resultateseite der Google-Suche Werbung geschaltet. Die Internet-Surfer wurden auf gefälschte Webseiten gelockt, welche wie echte Seiten von Montblanc aussahen. Dort bot man ihnen gefälschte Füller an. Trotz mehrmaligen Interventionen des Schweizer Konzerns bei Google tauchte die Werbung immer wieder auf.

Nun will Richemont eine gerichtliche Verfügung erwirken, die Google zur Herausgabe der Daten seiner Werbekunden zwingt. So kann der Konzern direkt gegen die Betrüger vorgehen. Beobachter sprechen bereits von einem wegweisenden Fall. Letzte Woche teilte Google mit, verstärkt gegen Werbung für Fälschungen vorzugehen.

 

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