Swiss Deluxe Hotels, eine Vereinigung von 39 Schweizer 5-Sterne-Häusern, vermeldet für das vergangene Geschäftsjahr leicht steigende Umsätze und mehr Logiernächte. Zu schaffen machen den Luxushotels die hohen Kosten in der Schweiz. Die Aufhebung des Euro-Mindestkurses hat die Situation zusätzlich verschärft.

Swiss Deluxe Hotels vermeldet für 2014 ein Umsatzwachstum von knapp einem Prozent auf insgesamt 1,42 Mrd. Franken. Auch die Anzahl Logiernächte stieg an, von 835'000 auf 851'000 Übernachtungen. Allerdings gehörten dem Verband im letzten Jahr 39 Luxushotels an, während es 2013 erst 38 Betriebe gewesen waren. Die 39 heutigen Verbandsmitglieder machen gemäss eigenen Angaben gut 40 Prozent des Schweizer 5-Sterne-Angebotes aus.

Rückgang auch bei russischen Gästen

Bei der Inlandnachfrage verzeichnete der Verband 2014 einen stabilen Wert von rund 35 Prozent. Die Anzahl Gäste aus dem europäischen Ausland war insgesamt rückläufig. Insbesondere die Nachfrage aus Deutschland sank, dies bereits zum sechsten Mal in Folge.

Auch bei den russischen Gästen war erstmals seit 2009 ein Rückgang festzustellen, was Swiss Deluxe Hotels unter anderem auf den entwerteten Rubel und politische Unruhen zurückführt. Gerade die Luxushotels spürten diesen Rückgang - rund 25 Prozent der russischen Feriengäste in der Schweiz übernachten in 5-Sterne-Häusern.

Höhere Nachfrage aus den USA

Wachstum verzeichnete Swiss Deluxe Hotels hingegen bei der Nachfrage aus den USA, welche um knapp 4 Prozent anstieg. Die Anzahl Gäste aus den Golfstaaten stieg gar um 24 Prozent, jene aus China immerhin um 15 Prozent. Die USA und China gehören zu jenen Märkten, welche die Swiss Deluxe Hotels gegenwärtig aktiv bewerben.

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Die Aufhebung des Euro-Mindestkurses stellt gemäss Swiss Deluxe Hotels aktuell die grösste Herausforderung dar. So werden zwei Drittel der Umsätze in Fremdwährungen erzielt, während die Kosten fast ausschliesslich in Franken anfallen.

Doppelte Personalkosten 

Den grössten Anteil an den Kosten in der Hotellerie hat das Personal. Für das personalintensive Geschäft der Luxushotellerie trifft dies in besonderem Masse zu. Swiss Deluxe Hotels rechnet mit etwa den doppelten Personalkosten gegenüber einem vergleichbaren Hotel in Deutschland. Bei den Lebensmitteln betrage der Aufschlag rund 50 Prozent.

(sda/tno/ama)