Der deutsche Gewerkschafter und stellvertretende Aufsichtsratschef von ThyssenKrupp, Bertin Eichler, zieht sich aus dem Kontrollgremium zurück. Er war wegen Luxusreisen auf Kosten des Industriekonzerns in die Kritik geraten.

Er werde bei der 2013 anstehenden Wahl der Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat nicht mehr kandidieren, teilte Eichler in einem Communiqué seiner Gewerkschaft IG Metall mit.

Zuvor hatte das deutsche «Handelsblatt» über Luxusreisen Eichlers nach Shanghai, Thailand und Kuba berichtet. «Es handelte sich um Reisen in Wachstumsmärkte, im Wesentlichen für die weiter aufstrebenden und rentablen Geschäftsfelder Anlagenbau und Aufzüge», sagte Eichler.

«Den Vorwurf, durch diese Reisen sei meine Aufsichtsratstätigkeit vom Unternehmen beeinflusst worden, weise ich entschieden zurück.» Gleichzeitig räumte er ein, es sei «nicht alles richtig, was zulässig ist und üblich war». Die Differenz der Kosten zwischen Erster-Klasse- und Business-Class-Flügen wolle er dem Konzern erstatten.

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(vst/aho/sda)