Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hat im ersten Halbjahr trotz einer Zunahme im Zinsengeschäft weniger verdient. Der Geschäftserfolg für die ersten sechs Monate 2016 lag mit 100,4 Millionen Franken um 2,2 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Unter dem Strich nahm der Konzerngewinn um 2,4 Prozent auf 89,1 Millionen Franken ab, wie das Institut am Dienstag mitteilte.

Im wichtigsten Geschäft, dem Zinsengeschäft, konnte die Kantonalbank das Ergebnis verbessern, dies dank einer Ausweitung des Ausleihungsvolumens, rückläufigen Absicherungskosten, Einnahmen aus Negativzinsen sowie weiterhin tiefen Wertberichtigungen. Der Nettoerfolg aus dem Zinsengeschäft lag um 4,2 Prozent höher bei 154,6 Millionen Franken.

Mehr Aufwand

Einen klaren Rückgang gab es dagegen beim Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, wo die LUKB ebenfalls die anhaltend zurückhaltende Stimmung der Anleger zu spüren bekam. Das Ergebnis ging um 7,2 Prozent auf 39,7 Millionen Franken zurück. Einen noch stärkeren Rückgang verzeichnete der Handelserfolg, der nach dem ausserordentlich hohen Resultat der Vorjahresperiode nun um 13 Prozent auf 13,4 Millionen Franken zurückfiel.

Der Geschäftsaufwand stieg von Januar bis Juni dagegen insgesamt um 2,4 Prozent auf 106,0 Millionen Franken an. Die LUKB baute den Personalbestand im Zusammenhang mit ihrer Strategie «2020@LUKB» aus und auch der Sachaufwand wuchs an. Die Cost-Income Ratio verschlechterte sich damit etwas auf 48,7 Prozent, nachdem die Kennziffer im Gesamtjahr 2015 noch bei 47,8 Prozent gelegen hatte.

Höhere Bilanzsumme

Die Bilanzsumme der Bank erhöhte sich im Vergleich zum Ende des Jahres 2015 mit einem Plus von 2,9 Prozent auf 34,2 Milliarden Franken. Die Kundenausleihungen stiegen um 3,1 Prozent auf 26,3 Milliarden, wobei das Wachstum der Hypothekarforderungen alleine bei 2,3 Prozent lag. Der Bank flossen von Januar bis Juni Nettoneugelder im Umfang von 290 Millionen Franken zu, vor Jahresfrist waren es noch 361 Millionen Franken gewesen. Die gesamten Kundenvermögen stiegen um 1,6 Prozent auf 27,2 Milliarden Franken.

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Für das zweite Halbjahr 2016 erwartet die LUKB ein volatiles Marktumfeld bei unverändert negativen Libor- und Swapsätzen. Wie bereits im Februar gehen die Verantwortlichen weiterhin für das Gesamtjahr 2016 von einem Konzerngewinn auf Niveau des Vorjahres (180,1 Millionen Franken Konzerngewinn) aus.

(awp/ise/ama)