Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hat im ersten Quartal 2015 das stark reduzierte Zinsniveau zu spüren bekommen und einen leicht tieferen Quartalsgewinn erzielt als im Vorjahr. Der Konzerngewinn reduzierte sich in den ersten drei Monaten des Jahres um 2,1 Prozent auf 46,1 Millionen Franken, wie die Bank mitteilte.

Insgesamt erwirtschaftete die LUKB einen Geschäftserfolg von 53,9 Millionen Franken, was einer Abnahme von 1,4 Prozent entspricht. Im wichtigsten Geschäft, dem Zinsengeschäft, resultierte trotz einem weiteren Anstieg der Hypothekarforderungen ein um 3,4 Prozent tieferer Erfolg von 76,3 Millionen Franken.

Bilanzsumme stark erweitert

Den Kommissionserfolg konnte die LUKB gegenüber dem Vorjahresquartal verbessern; dieser stieg um 3 Prozent auf 22,0 Millione Franken. Der Handelserfolg verdoppelte sich auf einen Wert von 11,3 Millionen Franken - Grund war vor allem die hohe Volatilität am Devisenmarkt seit Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die SNB.

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Der Geschäftsaufwand stieg mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 52,3 Millionen Franken nur leicht an. Die Cost-Income Ratio verbesserte sich auf damit etwas auf 45,4 Prozent, nachdem die Kennziffer im Gesamtjahr 2014 noch bei 45,5 Prozent gelegen war.

Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Jahresende 2014 stark um 11,2 Prozent auf 32,5 Milliarden Franken. Die LUKB erklärt die Steigerung primär mit dem nach Aufhebung des Mindestkurses veränderten Marktumfeld. Insbesondere stiegen die flüssigen Mittel stark an. Das Wachstum der Hypothekarforderungen für die ersten drei Monate lag bei 1,2 Prozent.

Kundenvermögen nahmen weiter zu

Der Kantonalbank flossen von Januar bis März Nettoneugelder im Umfang von 253 Millionen Franken zu, vor Jahresfrist waren es noch 139 Millionen Franken gewesen. Die gesamten Kundenvermögen nahmen auf 26,4 Milliarden Franken zu, nachdem sie Ende Dezember 2014 noch 26,1 Milliarden Franken betragen hatten.

Für das Geschäftsjahr 2015 erwartet die LUKB, einen Jahresgewinn ungefähr im Rahmen des Vorjahres ausweisen zu können - nach der Umstellung auf die neuen Rechnungslegungsvorschriften resultierte im 2014 ein Konzerngewinn von 181,8 Millionen Franken.

(awp/chb)