Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hat im ersten Quartal 2013 einen Anstieg des Bruttogewinns um 4,2 Prozent auf 59,8 Millionen Franken verzeichnet. Bei einer reduzierten Zuweisung an die Reserven für allgemeine Bankrisiken verbesserte sich der Konzerngewinn gar um 8,5 Prozent auf 43,8 Millionen Franken, wie die Bank mitteilte.

Absicherungskosten drücken

Insgesamt erwirtschaftete die LUKB in den ersten drei Monaten des Jahres einen Bruttoerfolg von 110,7 Millionen Franken, was einer Zunahme von 2,1 Prozent entspricht. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft bildete sich dabei allerdings trotz einer weiteren Zunahme der Hypothekarforderungen leicht zurück und erreichte noch 79,1 Millionen Franken (-1,3 Prozent).

Der Rückgang war laut der Mitteilung vor allem auf die Absicherungskosten gegen steigende Zinsen zurückzuführen. Wegen der aktuell historisch tiefen Libor-Zinssätze entstünden für die LUKB in diesem Zusammenhang zusätzliche Kosten.

Der Kommissions- und Dienstleistungserfolg verbesserte sich dagegen gegenüber dem Vorjahresquartal um 2 Prozent auf 19,5 Millionen Franken. Auch der Handelserfolg mit 8,1 Millionen (+32,8 Prozent) und der übrige ordentliche Erfolg mit 4,1 Millionen (+31,9 Prozent) lagen über dem Wert der Vergleichsperiode.

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Höherer Personalaufwand

Trotz eines etwas höheren Personalaufwands wegen eines erhöhten Stellenbestands fiel der Geschäftsaufwand mit 50,9 Millionen Franken um 0,2 Prozent unter dem Vorjahreswert aus. Die Cost-Income Ratio verbesserte sich auf 46,0 Prozent, nachdem die Kennziffer im Gesamtjahr 2012 noch bei 48,9 Prozent gelegen war.

Der Bank flossen von Januar bis März Nettoneugelder im Umfang von 183 Millionen Franken zu, vor Jahresfrist waren es noch 224 Millionen Franken gewesen. Die gesamten Kundenvermögen nahmen bei einer klar positiven Performance auf 27,6 Milliarden Franken zu. Ende Dezember 2012 hatten sie noch 26,8 Milliarden Franken betragen.

Die Konzern-Bilanzsumme stieg gegenüber dem Jahresende 2012 um rund 2,5 Prozent auf 28,7 Milliarden Franken. Die Kundenausleihungen nahmen dabei um 0,8 Prozent auf 23 Milliarden Franken zu. Das Wachstum der Hypothekarforderungen lag bei 1,3 Prozent. Das unterstreiche die weiterhin vorsichtige Politik der LUKB bei Finanzierungen von Wohneigentum, betont die Bank.

Für 2013 zuversichtlich

Für das Geschäftsjahr 2013 gibt sich die Luzerner Kantonalbank weiterhin zuversichtlich. Unter der Bedingung, dass sich das konjunkturelle Umfeld nicht verschlechtert, rechne die Bank weiterhin mit einem Ergebnis in der Grössenordnung des Vorjahres, bestätigte das Institut den im Februar abgegebenen Ausblick.

Die von der LUKB vorgelegten Quartalszahlen entsprechen in etwa den Prognosen der ZKB. Die Zürcher Staatsbank hatte mit Erträgen von 110 Millionen, einem Bruttogewinn von 59 Millionen und einem Reingewinn von 42,5 Millionen gerechnet.

(chb/aho/awp)