Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hat 2012 einen Rückgang beim Bruttogewinn hinnehmen müssen. Der Reingewinn konnte die börsenkotierte Aktiengesellschaft trotzdem steigern.

Wie die LUKB mitteilte, nahm der Bruttogewinn um 4,6 Prozent auf 224,9 Millionen Franken. ab. Nach Abschreibungen, Wertberichtigungen, Rückstellungen und Steuern resultierte ein Unternehmensgewinn von 178,3 Millionen Franken (+2,7 Prozent). Der Konzerngewinn fiel mit 168,3 Millionen Franken 6,1 Prozent höher aus als 2011.

Wichtigster Ertragspfeiler war das Zinsengeschäft, dessen Erfolg um 1,5 Prozent auf 331,0 Millionen Franken wuchs. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft nahm um 6,6 Prozent auf 76,4 Millionen Franken ab. Das Handelsgeschäft war mit 26,1 Millionen Franken (-0,3 Prozent) stabil. Auch der Bruttoerfolg konnte mit 440,6 Millionen Franken (-0,3 Prozent) gehalten werden.

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Einzahlung in die Pensionskasse

Der Geschäftsaufwand nahm dagegen um 4,6 Prozent auf 215,6 Millionen Franken zu. Grund dafür sei eine ausserordentliche Zuweisung von 13 Millionen Franken an die Pensionskasse, sagte LUKB-Direktor Bernard Kobler gegenüber den Medien.

Mit der Zuweisung reagierte die LUKB auf die längere Rentenbezugsdauer und die tiefen Renditen auf den Anlagen. Ab 2014 sollen zudem die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge erhöht, der technische Zinssatz und der Umwandlungssatz gesenkt und das Rentenalter von 63 auf 64 Jahre angehoben werden.

Aufs Bremspedal getreten

Die Bilanzsumme der LUKB weitete sich um 4,4 Prozent auf 28 Milliarden Franken aus. Die Kundenvermögen beziffert die LUKB auf 26,8 Milliarden Franken (+6,5 Prozent). Dabei flossen der Bank neue Kundengelder von netto 660 Millionen Franken zu.

Die Ausleihungen wuchsen mit 4,2 Prozent etwas langsamer als noch im Vorjahr, als die ausgegebenen Kredite um 5,7 Prozent anschwollen. Die Bank sei bewusst etwas aufs Bremspedal getreten, sagte Kobler.

Das Wachstum der Hypothekarkredite lag bei 4,9 Prozent. 83,6 Prozent der 22,8 Milliarden Franken Kundenausleihungen waren hypothekarisch gedeckt. Die durchschnittliche Belastungshöhe aller Hypothekarkredite betrug 58 Prozent.

Kobler geht davon aus, dass die erwartete leichte Konjunkturabschwächung die Nachfrage nach Wohneigentum dämpfen wird. Die Preisentwicklung könnte sich auf breiter Front etwas verlangsamen.

Als grosse Herausforderung für die LUKB bezeichnete Kobler das grenzüberschreitende Geschäft und die Regulierungswelle. Die LUKB sei zwar nur am Rand betroffen, trotzdem würden Managementkapazitäten gebunden und zusätzliche Aufwendungen nötig.

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2013 sieht Kobler erneut als "sehr anspruchsvolles Geschäftsjahr". Insgesamt erwarte die Bank aber ein Ergebnis in der Grössenordnung von 2012.

(chb/aho/sda)