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Eskalation
LVMH rüstet im Kampf gegen Graumarkt auf

Jean-Claude Biver kämpft gegen Händler, die seine wertvollen LVMH-Zeitmesser zu Spottpreisen verramschen. Der Uhrenzampano droht mit einem Lieferstopp.

Veröffentlicht am 20.06.2017

Die Luxusuhrenmarken Hublot, Zenith und TAG Heuer des Konzerns LVMH wollen verstärkt dagegen ankämpfen, dass ihre Uhren zu Spottpreisen auf Onlineportalen verscherbelt werden. Dieser Graumarkt sei ein regelrechtes Geschwür für das Luxussegment, sagte der Chef der LVMH-Uhrensparte, Jean-Claude Biver.

So haben die drei Schweizer Uhrenmarken des französischen Luxusgüterkonzerns in einem Brief Vertriebsfirmen ermahnt, die versucht sein könnten, Parallelmärkte zu beliefern. Das sagte Biver in einem Interview mit der Westschweizer Wirtschaftszeitung «L'Agefi» vom Dienstag.

Lieferstopp für säumige Händler

Hublot, Zenith und TAG Heuer kaufen Uhren nach Aussagen von Biver über Drittunternehmen auf nicht offiziellen Online-Verkaufskanälen auf. So könnten sie herausfinden, von welchen Händlern die Uhren stammten.

Die geplanten Strafen für «fehlbare Händler» reichen bis zum Ausschluss aus dem Vertriebsnetz, wie Biver sagte.

(sda/ise/mbü)

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